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Dieser Artikel lädt ein, Ansichten über die chinesischen CO2-Emissionen sowie über unsere Beiträge zum Klimaschutz zu überdenken.
Definition: Dieselkraftstoff, der aus Pflanzen gewonnen wird
Biodiesel ist ein Dieselkraftstoff, der z. B. aus biologischen Materialien (meist pflanzlichen Ölen) hergestellt wird, was jedoch nicht unbedingt ökologische Vorteile garantiert (siehe unten). In Deutschland wird in großem Umfang aus Rapspflanzen Rapsmethylester (RME) hergestellt und als Biodiesel verwendet.
Biodiesel lässt sich in Dieselmotoren nutzen (ggf. auch als Gemisch mit herkömmlichem Dieselkraftstoff), obwohl er sich chemisch erheblich von diesem unterscheidet. Für den Motorenbetrieb ergeben sich diverse Vor- und Nachteile, wobei die Nachteile durch relativ geringfügige technische Anpassungen an den Motoren weitgehend vermieden werden können. Der Energiegehalt pro Liter kann etwas tiefer liegen als bei konventionellem Dieselkraftstoff, was einen entsprechend erhöhten Verbrauch zur Folge hat.
Schon vor über 100 Jahren wurden diverse für Dieselmotoren geeignete Kraftstoffe aus pflanzlichen Stoffen hergestellt, z. B. aus Erdnussöl oder Palmöl. Diese Stoffe wurden in der Folge jedoch fast vollständig durch Erdöl (Mineralöl) ersetzt. Erst seit relativ kurzem besteht wieder ein wesentliches Interesse an Biodiesel, da es zwei potenzielle Vorteile bietet: den Ersatz der endlichen Ressource Erdöl und die Reduktion der Kohlendioxid-Emissionen. In manchen Ländern enthält aller verkaufter Dieselkraftstoff einen gewissen (meist kleinen) Anteil von Biodiesel.
Eine Alternative zum Einsatz von Biodiesel kann die direkte Verwendung von Pflanzenölen (ohne aufwändige Umesterung) sein, was jedoch eine wesentlich stärkere Anpassung der Motoren voraussetzt.
Auch Kerosin lässt sich durch Biodiesel ersetzen. Entsprechende Versuche sind bereits erfolgt, jedoch ist die Verwendung noch nicht weit verbreitet.
Der Marktanteil von Biodiesel wird durch diverse Faktoren beeinflusst, insbesondere durch gesetzliche Beimischungspflichten, die Steuerbelastung (Mineralölsteuer) sowie durch mögliche Sorgen der Verbraucher betreffend die Motorenlebensdauer und ökologische Aspekte.
Der Ersatz von konventionellem Dieselkraftstoff (auf der Basis von Erdöl) durch Biodiesel hat mehrere ökologische Aspekte:
Rein energetisch betrachtet ist der Einsatz von Biodiesel nicht unbedingt sehr effizient, da der Energieaufwand bei der Herstellung (inkl. Pflanzenanbau) beträchtlich ist und ohne weiteres mehr als die Hälfte des Energiegehalts im gewonnenen Kraftstoff betragen kann. Die Flächeneffizienz, d. h. die gewonnene Energie pro Hektar Anbaufläche und Jahr, ist bei Biodiesel (und anderen biogenen Kraft- und Brennstoffen) weitaus geringer als z. B. für die Photovoltaik.
Offenkundig erfordert eine solide Öko-Bilanzierung des Biodiesel-Einsatzes sehr detaillierte Untersuchungen sowie die Verwendung von Bewertungsmaßstäben bei Vergleichen, wodurch weder allgemein gültige noch absolut objektive Resultate möglich sind. Somit ist klar, dass der Einsatz von Biodiesel zwar je nach Umständen durchaus sinnvoll sein kann, aber nicht als geeigneter Ersatz für Bemühungen in Richtung effizienten und sparsamen Kraftstoffverbrauchs gelten darf. Außer den ökologischen Aspekten spielt hier auch die begrenzte Verfügbarkeit von Ackerflächen eine Rolle, die unter Umständen zur Konkurrenz mit Nahrungsmittelproduktion führen kann.
Siehe auch: Dieselkraftstoff, Kraftstoff, erneuerbare Energie, CO2-neutral