Durchlauferhitzer | <<< | >>> | Feedback |
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Definition: Geräte, die Wasser nicht warm speichern, sondern beim Durchlaufen aufheizen

Hätten Sie vielleicht eine schöne Fotografie von einem Durchlauferhitzer, die Sie für das RP-Energie-Lexikon zur Verfügung stellen könnten?
Ein Durchlauferhitzer speichert nicht dauerhaft heißes Wasser (Warmwasser), sondern heizt das Wasser nur dann direkt auf, wenn es das Gerät durchläuft. Hierzu wird dann eine relative große Heizleistung von z. B. 10 kW benötigt. Ein Elektro-Durchlauferhitzer bezieht im Betrieb eine meist wesentlich größere elektrische Leistung als alle anderen Verbraucher im Haus zusammen (was nur mit einem Drehstrom-Anschluss möglich ist), und bleibt ausgeschaltet, sobald kein Wasser mehr entnommen wird. Es gibt auch mit Erdgas befeuerte Durchlauferhitzer.
Einfache Geräte arbeiten mit einer konstanten Heizleistung, die ab einer gewissen Durchflussgeschwindigkeit aktiviert wird. Die Wassertemperatur wird dann umso höher, je geringer die Durchflussgeschwindigkeit ist (solange der Minimalwert nicht unterschritten wird). Aufwändigere Geräte haben mehrere Heizstufen (manuell wählbar oder elektronisch geregelt) oder sind (selten) gar kontinuierlich geregelt. Kleine Durchlauferhitzer mit nur wenigen Kilowatt Leistung werden manchmal an Handwaschbecken eingesetzt; sie sind nur für relativ kleine Durchflussgeschwindigkeiten geeignet.
Die grundlegenden Vorteile sind
Dem stehen jedoch wesentliche Nachteile gegenüber:
Die Installationskosten für einen Durchlauferhitzer sind relativ niedrig (vor allem für einfache Geräte mit geringem Komfort), können aber auch deutlich höher werden, wenn erst ein geeigneter Drehstrom- oder Gasanschluss geschaffen werden muss. Erhebliche Wartungskosten können durch die gelegentlich notwendige Entkalkung sowie bei Gas-Geräten durch die Kontrolle durch den Schornsteinfeger entstehen.
Es gibt auch Erdgas-befeuerte Heizgeräte mit Brennwertkessel, die ebenfalls als Durchlauferhitzer dienen können.
Interessant ist die Kombination mit einer thermischen Solaranlage. Hier verwendet man einen Warmwasserspeicher, der nur solar beheizt wird. Solange der Speicher genügend heiß ist, kann er für den Betrieb des Durchlauferhitzers genutzt werden (über einen Wärmetauscher). Andernfalls wird hierfür der Brennwertkessel verwendet. Es ist ebenfalls möglich, den Speicher zur Heizungsunterstützung zu verwenden.
Dieses Konzept bietet wesentliche Vorteile gegenüber dem herkömmlichen Ansatz mit bivalent beheiztem Speicher, bei dem der obere Teil des Warmwasserspeichers ständig warm gehalten wird (ggf. mit Erdgas) und der untere zusätzlich solar beheizt werden kann. Beim beschriebenen Durchlauferhitzer-Konzept kann das gesamte Speichervolumen für die solare Beheizung genutzt werden: An sonnenarmen Tagen kühlt der Speicher völlig aus, so dass an einem folgenden sonnigen Tag das gesamte Volumen solar aufgeheizt werden kann, und nicht nur der untere Teil. Wärmeverluste des Speichers treten nur auf, solange solare Wärme gespeichert ist.
An kalten Tagen wird die Sonnenenergie voll zur Heizungsunterstützung verwendet und das Warmwasser rein mit Erdgas erzeugt. Vor allem wenn die benötigte Vorlauftemperatur des Zentralheizungssystems niedrig ist, können die Sonnenkollektoren dann eine erheblich höhere Ausbeute erzielen als bei der reinen Warmwasserbereitung, da ihre Wärmeverluste bei den niedrigeren Wassertemperaturen reduziert sind. Ebenso werden die Speicherverluste reduziert.
Siehe auch: Warmwasser, Elektroboiler, Warmwasserspeicher, Brennwertkessel, bivalente und monovalente Anlagen