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Dieser Artikel lädt ein, Ansichten über die chinesischen CO2-Emissionen sowie über unsere Beiträge zum Klimaschutz zu überdenken.
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Der aktuelle Film "Bulb Fiction" über Energiesparlampen betreibt Panikmache – ein Artikel über Quecksilber in Lampen und eine Kritik des Films klären die Fakten.
Tipp: Neben den Lexikon-Artikeln gibt es noch diverse interessante Extra-Artikel!
Definition: Aktivitäten, die auf eine Verminderung des Energieverbrauchs abzielen
Das Energiesparen umfasst diverse Aktivitäten, die eine Verminderung des Energieverbrauchs (eine Energieeinsparung) bewirken sollen. Dieser Artikel diskutiert vor allem grundlegende Aspekte. Zu praktischen Tipps zum Energiesparen führen einige der unten angegebenen Literaturangaben.
Das Energiesparen kann auf sehr unterschiedliche Weisen motiviert sein:
Ein Sonderfall sind mobile Geräte wie tragbare Computer, bei denen die Technik oft vor allem deswegen möglichst energiesparend gestaltet wird, weil sich hierdurch eine längere netzunabhängige Betriebszeit (mit einer aufladbaren Batterie) erzielen lässt. Ein ähnlich gearteter Nebennutzen energieeffizienter Bauweise kann bei diversen anderen Technologien auftreten, z. B. durch reduzierten Aufwand zur Beseitigung von Abwärme.
Es gibt also sowohl Motivationen zum Energiesparen, die allein aus dem persönlichen Eigeninteresse bzw. wirtschaftlichen Interesse eines Betriebs resultieren, als auch andere, die eine Berücksichtigung moralischer Werte voraussetzen. Zusätzlich haben manche Menschen Freude am effizienten Wirtschaften (Haushalten) mit Energie, wodurch Energiesparen zum vergnüglichen Sport oder Spiel werden kann.
Grundlegend kann das Energiesparen auf sehr unterschiedliche Weisen erfolgen:
Diese Ansätze haben verschiedene Vor- und Nachteile. Verzicht (Suffizienz) ist oft schnell und ohne besondere Investitionen umsetzbar, ist aber häufig ein unbeliebter Ansatz sowohl in verwöhnten Industriegesellschaften als auch in aufstrebenden Schwellenländern. Technische Maßnahmen können Energiesparen ohne Verzicht ermöglichen, erfordern aber oft erhebliche Investitionen und können durch Rebound-Effekte an Wirksamkeit verlieren. Die effizientere Benutzung bietet gute Einsparungen ohne Verzicht und ohne Investitionen, erfordert dafür aber Aufmerksamkeit und eine gewisse Sorgfalt und wird deswegen oft nicht praktiziert, sei es wegen mangelnden Wissens oder mangelnder Bereitschaft.
Ein anderer Ansatz, der streng genommen nicht zum Energiesparen gehört, ist die Umstellung auf erneuerbare Energien. Hier wird also nicht unbedingt der Energieumsatz minimiert, sondern nur der Verbrauch der besonders problematischen Energien.
Konkrete Möglichkeiten zum Energiesparen beim Autofahren werden im Artikel über Kraftstoff sparen diskutiert.
Generell unterscheiden sich verschiedene Optionen für das Energiesparen stark im Verhältnis von Nutzen und Aufwand. Ein besonders gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis wird erreicht, wenn in allen Bereichen (Verzicht, technische Effizienz und effiziente Benutzung) die sinnvollsten Maßnahmen ausgewählt und realisiert werden. Dagegen wird das Kosten-Nutzen-Verhältnis oft schlechter, wenn an einer Stelle das maximal Mögliche getan wird: Man erfährt einen abnehmenden Grenznutzen. So ist es beispielsweise sinnvoller, eine ganze Wohnsiedlung nach einem deutlich verbesserten energetischen Standard zu bauen, als wenige Häuser perfekt auf das Energiesparen zu trimmen und gleichzeitig viele andere zu vernachlässigen. Allerdings können trotzdem Pilotprojekte sinnvoll sein, um Maßnahmen zu erproben und demonstrieren.
Wenn staatliche Institutionen das Energiesparen fördern möchten, gibt es hierfür wiederum unterschiedliche Ansätze:
Für das Energiesparen mit Hilfe technischer Maßnahmen gibt es eine wichtige Unterscheidung:
In Industrieländern gibt es häufig sehr große Potenziale für das Energiesparen. Dies liegt zum Teil daran, dass ein großer Teil der technischen Infrastruktur ohne besondere Beachtung energetischer Aspekte aufgebaut wurde; beispielsweise gibt es noch viele Häuser, die zu Zeiten billigen Erdöls ohne Rücksicht auf den Heizenergiebedarf gebaut wurden. Relativ einfach lassen sich nun neue Häuser mit sehr viel niedrigerem Energieverbrauch realisieren, während die energetische Sanierung des ungünstigen Gebäudebestands häufig an zu hohen Kosten scheitert: Das wirtschaftliche Potenzial ist erheblich geringer als das technische, und der betrachtete Zeithorizont ist häufig zu kurz. Absehbar wird es aber notwendig sein, die energetische Sanierung des Gebäudebestands erheblich zu intensivieren, wenn ernsthafte Erfolge beim Klimaschutz und bei der Reduktion der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern erzielt werden sollen.
Ebenfalls sind in den Wohlstandsgesellschaften ungünstige Verbrauchsgewohnheiten und hohe Ansprüche entstanden in Zeiten, in denen die Notwendigkeit des Energiesparens und des Klimaschutzes nicht erkannt wurde. So wird beispielsweise der Anspruch, jederzeit beliebig weite Strecken mit einem beliebig großen und stark motorisierten Fahrzeug mit hoher Geschwindigkeit und zu niedrigen Kosten zurücklegen zu können, häufig als ein grundlegendes Recht empfunden, welches ggf. mit Elan verteidigt wird. Hier gäbe es große leicht realisierbare Einsparpotenziale, wenn die Einsicht in die Notwendigkeit erheblicher Verbesserungen wächst.
Häufig werden nicht einmal solche Energiesparmaßnahmen realisiert, welche sich in relativ kurzer Zeit amortisieren würden. Hierfür kann es viele verschiedene Gründe geben:
| [1] | Extra-Artikel: "Energiesparen im Haushalt" |
| [2] | Extra-Artikel: "Geht es mit weniger Energie-Sklaven?" |
| [3] | Extra-Artikel: "Neue Energiequellen, Effizienztechnologien, oder Verzicht?" |
| [4] | Extra-Artikel: "Standby-Verbrauch – eine neunzigköpfige Hydra" |
| [5] | Tipps zum Energiesparen vom deutschen Umweltbundesamt |
| [6] | EnergieSparCheck: ein staatliche gefördertes Angebot zur energetischen Bewertung von Wohngebäuden und der Beratung der Eigentümer |
Siehe auch: Energie, Energieverbrauch, Energieeffizienz, energetische Sanierung von Gebäuden, Kraftstoff sparen, Rebound-Effekt