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Der aktuelle Film "Bulb Fiction" über Energiesparlampen betreibt Panikmache – ein Artikel über Quecksilber in Lampen und eine Kritik des Films klären die Fakten.
Dieser Artikel lädt ein, Ansichten über die chinesischen CO2-Emissionen sowie über unsere Beiträge zum Klimaschutz zu überdenken.
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Definition: der Umsatz von Energie oder der Verbrauch von Energieträgern
Unter Energieverbrauch versteht man meistens den Verbrauch von Energieträgern wie den Brenn- und Kraftstoffen Benzin, Heizöl und Erdgas, also von materiellen Substanzen, oft aber auch von elektrischer Energie, im letzteren Fall also von einer durchaus abstrakten (nicht direkt sinnlich erfassbaren) Größe.
Oft ist von besonderem Interesse nicht eine verbrauchte Stoffmenge, sondern deren Energiegehalt bzw. die z. B. in Form von Wärme freigesetzte Energiemenge (der Heizwert oder Brennwert). Dies ermöglicht nämlich direkte Vergleiche zwischen Verbräuchen verschiedener Energieträger und kann auch variable Heizwerte mancher Brennstoffe berücksichtigen. Aus diesen Gründen wird z. B. der Verbrauch an Erdgas auf Rechnungen häufig nicht in Kubikmetern, sondern in Kilowattstunden beziffert.
Bei der Quantifizierung von Energieverbrauch kann man entweder die verbrauchte Endenergie oder aber die zu ihrer Bereitstellung gebrauchte Primärenergie betrachten. Häufig ist der Primärenergieverbrauch wesentlich höher als der Endenergieverbrauch, da bei der Umwandlung der Primärenergie in die Endenergie wesentliche Verluste auftreten. Beispielsweise erfolgt die Stromerzeugung (d. h. die Erzeugung elektrischer Energie häufig mit einem niedrigen Wirkungsgrad.
Es kommt vor, dass beim Energieverbrauch diverse involvierte Energiemengen bewusst nicht erfasst werden. Beispielsweise betrachtet man bei einer elektrisch angetriebenen Wärmepumpenheizung normalerweise den Verbrauch an elektrischer Energie, nicht aber die genutzte kostenlose Umweltwärme. Ähnlich wird bei Sonnenkollektoren die geerntete Sonnenenergie nicht als Energieverbrauch angerechnet, sondern lediglich die (meist sehr geringfügige) Menge elektrische Energie für den Betrieb einer Umwälzpumpe und der dazu gehörigen elektronischen Steuerung. Generell interessiert in der Regel nur bezahlte Energie, und diese ist meist physikalisch gesehen die Exergie. Daher wäre es an sich genauer, von Exergieverbrauch zu sprechen.
Nicht berücksichtigt wird häufig die sogenannte graue Energie, die bei der Errichtung einer Anlage anfällt. Beispielsweise ist die graue Energie bei Häusern ein wesentlicher Faktor. Zwar wird bei einem konventionell beheizten und nicht besonders wärmegedämmten Haus der Gesamtenergiebedarf größtenteils durch den Betrieb der Heizungsanlage bestimmt. Bei besonders energiesparenden Häusern, beispielsweise Passivhäusern, kann jedoch die graue Energie vergleichbar sein mit dem Energieverbrauch im Betrieb über die gesamte Lebensdauer. Hieraus wird klar, dass bei einer Minimierung des Gesamtenergieverbrauchs die graue Energie unbedingt berücksichtigt werden sollte.
Häufig wird der Energieverbrauch z. B. für den Betrieb der Heizungsanlage eines Hauses pro Jahr angegeben, wobei ein konkretes Jahr oder auch ein Jahr mit durchschnittlichen Wetterbedingungen gemeint sein kann.
Bei Fahrzeugen wird der Energieverbrauch häufig auf die Fahrstrecke bezogen (z. B. auf 100 Kilometer). Vor allem bei großen Fahrzeugen ist es üblich, diesen Verbrauch zusätzlich pro Passagier zu berechnen – entweder für volle Besetzung der Transportkapazität oder für eine durchschnittliche Besetzung. Der Verbrauch pro Personenkilometer (d. h. pro transportierter Person und Kilometer) erlaubt Vergleiche z. B. zwischen der Energieintensität des Personentransports mit Autos oder mit Flugzeugen.
Der Verbrauch an einzelnen Energieträgern z. B. in einem Gebäude wird üblicherweise mit speziellen Zählern erfasst, etwa mit Stromzählern und Gaszählern. Auf diese Weise erhält man zwar die verbrauchten Gesamtmengen, erfährt aber nicht, wodurch der Verbrauch im Einzelnen verursacht wurde.
Demgegenüber beinhaltet ein Energieaudit die systematische und detaillierte Analyse des Energieverbrauchs, ggf. auch den Vergleich einzelner Posten mit Benchmark-Werten. Die Resultate eines solchen Energieaudits machen häufig unmittelbar klar, wo noch erhebliche Verbesserungsmöglichkeiten bestehen.
Statt Energieverbrauch wird auch der Begriff Energiebedarf häufig mit gleicher Bedeutung verwendet, obwohl eigentlich ein Bedarf und dessen Deckung nicht dasselbe sind. Beispielsweise könnte in einer Energiekrise ein gewisser Energiebedarf durchaus vorhanden sein, aber nicht gedeckt werden, so dass ein entsprechender Energieverbrauch nicht oder nicht in voller Höhe auftritt. In vielen Entwicklungsländern ist dieser Zustand sogar die Regel.
Energieverbrauch hat in der Regel nicht nur den Verbrauch eines Energieträgers zur Folge, sondern auch diverse Formen von Umweltbelastungen. Beispielsweise können je nach Art der verbrauchten Energie giftige oder klimaschädliche Abgase oder auch radioaktive Abfälle (Atommüll) entstehen, und es können schädliche Eingriffe in die Landschaft erfolgen (z. B. beim Bau von Wasserkraftwerken oder beim Tagebau für die Kohlegewinnung). Deswegen ist eine Verminderung des Energieverbrauchs häufig nicht nur wegen der direkten Kosten für die eingekaufte Energie wünschenswert, sondern auch wegen der vermeidbaren Umweltbelastungen. Hinzu kommen wirtschaftliche Risiken wegen der oft ungewissen Preisentwicklung auf den Energiemärkten sowie politisch-wirtschaftliche Abhängigkeiten. Aus all diesen Gründen ist das Energiesparen, also eine Reduktion des Energieverbrauchs, wünschenswert.
Siehe auch: Energie, Exergie, Energiesparen, Energieeffizienz, Stromzähler