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Dieser Artikel lädt ein, Ansichten über die chinesischen CO2-Emissionen sowie über unsere Beiträge zum Klimaschutz zu überdenken.
Der aktuelle Film "Bulb Fiction" über Energiesparlampen betreibt Panikmache – ein Artikel über Quecksilber in Lampen und eine Kritik des Films klären die Fakten.
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Definition: die Einsparung von Kraftstoff (Treibstoff), z. B. Benzin oder Diesel, beim Fahren von Autos oder anderen Fahrzeugen
Aus verschiedenen Gründen ist es sinnvoll, möglichst effizient und sparsam mit Kraftstoffen wie Benzin oder Diesel umzugehen:
Im Folgenden werden Möglichkeiten beschrieben, um den Verbrauch an Kraftstoffen zu reduzieren. Die Hinweise gelten in erster Linie für Personenwagen, sind jedoch weitestgehend auch für andere Fahrzeuge anwendbar.
Der Kraftstoffverbrauch verschiedener Personenwagen unterscheidet sich massiv. Manche Kleinwagen und Hybridfahrzeuge kommen mit deutlich weniger als 5 Litern pro 100 km aus, während besonders große und übermotorisierte Fahrzeuge (z. B. schwere Geländewagen) ein Mehrfaches verbrauchen. Gewisse Ausstattungsmerkmale können den Kraftstoffverbrauch erheblich steigern, insbesondere Übermotorisierung (weil der Wirkungsgrad des dann schlechter ausgelasteten Motors geringer ist), Vierradantrieb (wegen stärkeren Reibungsverlusten und höherem Gewicht), manche Automatikgetriebe (moderne jedoch nicht mehr unbedingt) und Klimaanlagen (hauptsächlich im Betrieb).
Die beim Betrieb entstehenden Kohlendioxid-Emissionen sind ziemlich genau direkt proportional zum Gewicht (nicht dem Volumen) des Treibstoffs und deswegen pro Liter bei Benzin ca. 13 % geringer als bei Dieselkraftstoff. Dieser Unterschied wird effektiv etwas reduziert dadurch, dass die Emissionen in der Raffinerie bei der Herstellung von Benzin etwas höher sind.
Der Treibstoffverbrauch eines Fahrzeugs hängt auch stark von der Einsatzweise ab. Für den überwiegenden Einsatz im Stadtverkehr sind leichte Kleinwagen sowie Fahrzeuge mit Hybridantrieb am sparsamsten. Bei Autobahnfahrten kommt es etwas weniger auf das Fahrzeuggewicht an und dafür mehr auf den Luftwiderstand.
Erdgas-betriebene Fahrzeuge sind nicht unbedingt energieeffizienter, weisen aber deutlich geringere CO2-Emissionen auf, die beim Betrieb mit Biogas nochmals drastisch gesenkt werden können.
Wenn ein großes Fahrzeug mehr Personen befördert als ein kleines, ist dies natürlich bei der Beurteilung des Kraftstoffverbrauchs zu berücksichtigen. In der Regel wird ein Achtsitzer weniger als doppelt so viel Treibstoff pro Kilometer benötigen wie ein Viersitzer und ist insofern sparsamer bezüglich des Verbrauchs pro Sitz. Allerdings transportieren große Fahrzeuge in der Praxis sehr häufig nicht mehr Personen als kleinere, weswegen es nicht angemessen ist, großen Fahrzeugen pauschal einen höheren Verbrauch zuzugestehen. Vollends unsinnig ist es, den Kraftstoffverbrauch nach dem Fahrzeuggewicht zu beurteilen, wie es z. B. bei der schweizerischen Energieetikette für Personenwagen wie auch bei den “Energieeffizienzklassen” im EU-Raum der Fall ist. Solche Angaben geben einzig einen Anhaltspunkt für die Effizienz des Antriebssystems, nicht jedoch über die Energieeffizienz des Fahrzeugs. Beispielsweise würde eine Verbrauchsreduktion durch verstärkten Leichtbau dem Hersteller in der Regel keine Einstufung in eine bessere “Energieeffizienzklassen” ermöglichen.
Oft übersehen wird, dass schwere Fahrzeuge nicht nur im Betrieb, sondern auch bei der Herstellung meist wesentlich mehr Energie (graue Energie) brauchen. Deswegen wäre ein Gewichts-Malus sachlich viel eher vertretbar als eine bessere Bewertung schwerer Fahrzeuge.
Die Fahrweise hat einen sehr starken Einfluss auf den Kraftstoffverbrauch. Geschickte Fahrer können insbesondere im Stadtverkehr ohne weiteres mehr als 25 % einsparen gegenüber dem, was ungeschulte Fahrer brauchen, ohne deswegen langsamer unterwegs zu sein.
Im Folgenden werden einige wichtige Aspekte einer kraftstoffsparenden Fahrweise beschrieben, die auch als Eco-Drive bezeichnet wird.
Bei Geschwindigkeiten von 100 km/h oder mehr ist der Luftwiderstand der dominierende Einfluss auf die nötige Antriebsleistung und damit den Verbrauch. Die Luftwiderstandskraft und auch die deswegen notwendige Antriebsenergie pro Kilometer Fahrstrecke wächst mit dem Quadrat der Geschwindigkeit an, ist also z. B. bei 140 km/h bereits ca. doppelt so hoch wie bei 100 km/h. Der Effekt auf den Verbrauch wird lediglich ein Stück weit gemindert dadurch, dass der Wirkungsgrad des Motors bei höherer Auslastung häufig ansteigt. In aller Regel wird der Verbrauch bei 100 km/h deutlich niedriger sein als z. B. bei 130 km/h.
Man beachte, dass eine weitere Steigerung der Fahrgeschwindigkeit bei höheren Geschwindigkeiten immer weniger an Fahrzeit einspart. Beispielsweise spart ein Tempo von 50 statt 40 km/h eine halbe Stunde pro 100 km, während eine Erhöhung von 100 auf 110 km/h nur ca. fünfeinhalb Minuten sparen würde. Am wichtigsten für die Fahrzeit ist also nicht die Spitzengeschwindigkeit, sondern der Anteil der Strecke mit sehr niedrigem Tempo (z. B. durch Stau).
Bei sehr niedrigen Geschwindigkeiten (deutlich unter 50 km/h) kann der Verbrauch ebenfalls zunehmen, da der Wirkungsgrad des Motors stark abnimmt. (Nur Hybridantriebe können diesen Effekt stark vermindern, so dass der Verbrauch selbst bei sehr langsamem Tempo etwa konstant bleibt oder sogar günstiger wird.)
Beim Bremsen wird normalerweise die vorher mit dem Kraftstoff erzeugte Bewegungsenergie wieder in nutzlose Wärme umgewandelt. Eine sparsame Fahrweise versucht daher Bremsmanöver so weit wie möglich zu vermeiden:
Bei Fahrzeugen mit Hybridantrieb ist meistens eine Nutzbremsung (Rekuperation) möglich: Der Elektromotor wirkt nun als Generator, erzeugt also elektrische Energie, mit der die Fahrzeugbatterie wieder aufgeladen werden kann. Allerdings geht auch hierbei mindestens ca. die Hälfte der Energie verloren, so dass auch bei Hybridfahrzeugen das unnötige Bremsen vermieden werden sollte.
Es sei noch erwähnt, dass die Vermeidung von schweren Unfällen (etwa durch angepasste Geschwindigkeit und rechtzeitiges Bremsen in Gefahrensituationen) allein schon energetisch gesehen wichtig ist: Wenn ein Fahrzeug nach einem Unfall verschrottet und ein neues gebaut werden muss, kostet dies mehr graue Energie, als sich durch vermiedenes Bremsen einsparen lässt.
Ein Verbrennungsmotor braucht selbst im Leerlauf eine erhebliche Menge an Energie, die häufig stark unterschätzt wird. Bei einem typischen Automotor entspricht dies einer Leistung von grob geschätzt 10 kW, die nutzlos über Abgas und Kühlsystem als Wärme in die Umgebung abgegeben wird. Diese Leistung wäre ausreichend, um beispielsweise ein gut wärmegedämmtes Einfamilienhaus selbst an den eisigsten Wintertagen warm zu halten.
Es ist also wichtig, den Leerlauf des Motors so weit wie möglich zu vermeiden:
Sehr wichtig für die Energieeffizienz eines Verbrennungsmotors ist die richtige Wahl der Motordrehzahl. Bei Fahrzeugen mit Schaltgetriebe kann diese über die Wahl des Gangs beeinflusst werden: Ein höherer Gang (bei gegebener Geschwindigkeit) setzt die Drehzahl herunter.
Die häufig gehörte Behauptung, mittlere Drehzahlen seien optimal, ist nicht generell zutreffend. Es kommt auch auf die gewünschte Motorleistung an:
Dies bedeutet, dass eine Absenkung der Motorleistung soweit möglich nicht durch schwächeres Durchdrücken des Gaspedals erfolgen sollte, sondern durch Schalten in einen höheren Gang (niedertouriges Fahren). Der Grund hierfür ist, dass niedrigere Drehzahlen weniger Reibungs- und Strömungsverluste verursachen. Insbesondere kommt es bei Ottomotoren (nicht bei Dieselmotoren) zu hohen Drosselverlusten, wenn mittlere oder gar hohe Drehzahlen mit wenig “Gas” gefahren werden: Der Motor versucht dann viel Luft anzusaugen, aber dies wird mit der Drosselklappe verhindert, weil sonst das Kraftstoff-Luft-Gemisch zu mager würde. Hierdurch entsteht ein starker Unterdruck, der den Motor bremst und seine Effizienz erheblich beeinträchtigt.
Es wird somit das Folgende empfohlen:
Wenn das Fahrzeug über eine Anzeige des Momentanverbrauchs verfügt, sollte man sich von dieser keineswegs davon abhalten lassen, z. B. beim Beschleunigen viel Gas zu geben. Sonst dauert das Beschleunigen viel länger und wird mit niedrigerem Wirkungsgrad des Motors durchgeführt. Was zählt, ist nicht der Momentanverbrauch, sondern der durchschnittliche Verbrauch auf der Strecke.
Die bei “alten Hasen” noch vorkommende Meinung, viel Gas bei niedrigen Drehzahlen schade dem Motor, ist definitiv falsch. Im Gegenteil wird der Motor geschont, weil weniger Reibung entsteht.
Solange noch nicht die übliche Betriebstemperatur erreicht ist, verbraucht ein Verbrennungsmotor wesentlich mehr. Insbesondere im Winter lässt dieser Effekt erst nach einigen Minuten nach (vor allem im Stadtverkehr), und bei Kurzstrecken wirkt er sich stark auf den durchschnittlichen Verbrauch aus.
Wenn zwei Fahrten an einem Tag nötig sind, ist es günstig, diese unmittelbar nacheinander durchzuführen.
Manchmal kann die Streckenwahl helfen, den Kraftstoffverbrauch zu reduzieren:
Diverse technische Mängel des Fahrzeugs können durch regelmäßige Wartung schnell behoben werden und könnten andernfalls den Kraftstoffverbrauch erhöhen. Hierzu gehören z. B. Fehleinstellungen des Motors oder schadhafte Zündkerzen (etwa an ungewöhnlich unrundem Lauf erkennbar) wie auch der Spur (was zu höherem Reifenabrieb führt).
Der Reifenluftdruck sollte immer ausreichend hoch sein. Oft ist sogar ein etwas höherer Wert als der angegebene Nennwert günstig; erst bei stark überhöhtem Reifendruck kommt es zu ungleichmäßiger Abnutzung. Zu niedriger Reifenluftdruck dagegen erhöht die Reibung und den Verschleiss, bei Autobahnfahrten sogar die Gefahr des Platzens eines Reifens. Man beachte, dass der Reifenluftdruck immer am kalten Reifen überprüft werden sollte, also vor allem nicht direkt nach einer Autobahnfahrt.
| [1] | Autoumweltliste des Verkehrsclubs der Schweiz (VCS): ökologische Bewertung (umfassender als Bewertung nur nach Kraftstoffverbrauch) vieler Personen- und Lieferwagen |
Siehe auch: Kraftstoff, Benzin, Dieselkraftstoff, Energiesparen, Energieeffizienz, Hybridantrieb