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Verbrennung

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Definition: eine chemische Reaktion zwischen einem Brennstoff oder Kraftstoff und Sauerstoff

Englisch: combustion

Kategorien: Grundbegriffe, Wärme und Kälte

Wie man zitiert; zusätzliche Literatur vorschlagen

Verbrennungsprozesse gehören zu den technisch wichtigsten chemischen Reaktionen und finden z. B. in Verbrennungsmotoren, Wärmekraftwerken und Heizkesseln statt. Der weitaus größte Teil der Energie, die die Menschheit heute umsetzt, stammt aus der Verbrennung fossiler Energieträger. Bei einer Verbrennung reagiert ein Brennstoff oder Kraftstoff mit Sauerstoff, der in der Regel als Bestandteil von Luft zugeführt wird, unter Freisetzung von Wärme und zum kleineren Teil auch Licht. Der Brennstoff wird oxidiert, d. h. er geht chemische Verbindungen mit Sauerstoff ein:

Die meisten Brennstoffe bestehen vorwiegend aus Kohlenstoff und Wasserstoff. Dies trifft vor allem auf Kohlenwasserstoff-Brennstoffe wie z. B. Heizöl, Dieselkraftstoff, Benzin und Kerosin zu. Manche Brennstoffe wie Ethanol und Methanol haben auch einen wesentlichen Gehalt an Sauerstoff. Sie sind quasi bereits teilweise oxidiert und weisen deswegen typischerweise einen reduzierten Heizwert auf.

Die zugeführte Luft besteht zu knapp 20 % aus Sauerstoff, der für die Verbrennung benötigt wird. Der Rest ist hauptsächlich Stickstoff, der an der Reaktion idealerweise nicht teilnimmt, sondern einfach im Abgas verbleibt. Bei hohen Verbrennungstemperaturen reagiert Stickstoff aber auch mit Sauerstoff zu diversen Stickoxiden. Dies ist unerwünscht, weil Stickoxide giftig sind und gleichzeitig die Wärmeausbeute etwas reduziert wird.

Wenn eine Verbrennung sehr schnell abläuft, spricht man auch von einer Verpuffung, Deflagration oder Detonation, umgangssprachlich oft auch von Explosion.

Eine Oxidation in einem erweiterten Sinne ist auch mit anderen chemischen Substanzen als Sauerstoff möglich, beispielsweise mit Halogenen wie Chlor. Jedoch erfolgt eine Verbrennung in aller Regel mit Sauerstoff aus Luft.

In seltenen Fällen wird eine Verbrennung mit reinem Sauerstoff durchgeführt, der z. B. durch Luftzerlegung gewonnen wird. Dies führt zu wesentlich höheren Verbrennungstemperaturen und vermeidet trotzdem die Bildung von Stickoxiden, soweit Stickstoff nicht über den Brennstoff eingebracht wird.

Verbrennungsluftverhältnis

Ein wichtiger Parameter jeder Verbrennung ist das Verbrennungsluftverhältnis. Oft ideal ist ein Verbrennungsluftverhältnis von ca. 1 oder etwas größer, d. h. ein kleiner Luftüberschuss. Bei Festbrennstoffen wie Kohle oder Biomasse ist allerdings oft ein höherer Luftüberschuss nötig, um auch lokalen Sauerstoffmangel zu vermeiden, der sonst zu einer unvollständigen Verbrennung führen würde.

Erzeugung von Wärme

Der Zweck der meisten technischen Verbrennungsprozesse ist die Freisetzung von Energie in Form von Wärme, obwohl manchmal auch die Beseitigung von Abfallstoffen (z. B. Müll oder Altholz) im Vordergrund steht. Oft wird die Wärme teilweise gleich weiter umgesetzt in mechanische Energie, z. B. in Verbrennungsmotoren, Dampfturbinen oder Gasturbinen. Der Brennstoff oder Kraftstoff wird als ein Energieträger verwendet. Wegen der relativ hohen Energiedichte von Kraftstoffen, verglichen mit anderen Energiespeichern wie z. B. aufladbaren Batterien, sind diese auch zur Mitführung in Fahrzeugen und Flugzeugen gut geeignet.

Die bei einer Verbrennung entstehende Wärmemenge wird durch den Heizwert bestimmt, wenn der Wasseranteil im Abgas gasförmig (d. h. als Wasserdampf) abgeführt wird. Wenn der Wasserdampf jedoch kondensiert wird, erhält man zusätzlich die Kondensationswärme, und die gesamte Wärmeausbeute wird durch den (höheren) Brennwert bestimmt.

Die Freisetzung von Wärme bei einer Verbrennung äußert sich natürlich in einer starken Steigerung der Temperatur der teilnehmenden Substanzen. Die Verbrennungstemperatur hängt jedoch keineswegs nur von der freisetzten Wärmemenge ab. Sie nimmt z. B. ab, wenn ein deutlicher Luftüberschuss auftritt, da die überschüssige Luft ja auch aufgeheizt werden muss. Ebenfalls kann eine Kühlung der Flammen durch Abgabe von Wärmestrahlung erfolgen, insbesondere wenn sich Rußteilchen in der Flamme befinden. Die Verbrennungstemperatur wirkt sich wiederum auf die Verbrennung aus: Bei zu niedrigen Temperaturen ist die Verbrennung oft unvollständig, während bei zu hohen Temperaturen die Bildung von Stickoxiden zunimmt (siehe oben). Allerdings können Stickoxide auch gleich wieder zerfallen, wenn das Abgas genügend langsam abgekühlt wird.

Einbußen bei der Wärmeerzeugung (Energieverluste) können auf verschiedene Weisen entstehen, z. B. durch unvollständige Verbrennung, über die Abgase (siehe unten) oder durch andere Wärmeverluste z. B. eines Heizkessels.

Flammen

Flammen sind eine typische Begleiterscheinung einer Verbrennung. Es handelt sich um heiße Gase, z. T. versetzt mit kleinen festen Partikeln, die Licht durch Glühemission aussenden.

Bei Verbrennung kohlenstoffhaltiger Brennstoffe sind Flammen oft gelb und relativ stark leuchtend durch kleine Rußpartikel. (Da diese Partikel anschließend noch verbrennen können, muss dies nicht unbedingt zu starken Rußemissionen führen.) Blaue Flammen weisen dagegen auf höhere Verbrennungstemperaturen und geringe Rußgehalte hin; das blaue Licht stammt von diversen angeregten Molekülen und Radikalen, die teils nur Zwischenprodukten der Verbrennung sind. Bei manchen Brennstoffen wie z. B. Methanol leuchten die Flammen nur sehr schwach.

Alle Flammen geben auch infrarotes (unsichtbares Licht, Wärmestrahlung) ab, die erheblich zum Abtransport der erzeugten Wärme beitragen kann.

Abgase

Das Abgas einer Verbrennung kann diverse Stoffe enthalten:

Im Idealfall besteht ein Abgas nur aus ungiftigen Substanzen wie CO2, Wasserdampf, Sauerstoff und Stickstoff. Oft ist dies aber nicht der Fall, und das Abgas muss nachbehandelt werden, z. B. mit einem Abgaskatalysator oder einem Partikelfilter.

Auch ungiftige Abgase sind wegen des klimaschädlichen Kohlendioxids ökologisch bedenklich. Ein Lösungsansatz wäre die CO2-Abscheidung und -Speicherung.

Da Abgase eine Verbrennungsanlage meist mit erhöhter Temperatur verlassen (der Abgastemperatur), entstehen gewisse Energieverluste, die als Abgasverlust bezeichnet werden.

Feste Verbrennungsprodukte

Wenn bei einer Verbrennung feste Partikel z. B. aus Ruß oder Sulfaten bilden, können sie diese z. B. in einem Heizkessel ablagern oder auch bei der Nachbehandlung des Abgases in einem Filter anfallen. Unverbrannte Kohlenwasserstoffe können sich an die Partikel anlagern. Die Partikel sind oft lungengängig und aufgrund diverser anhaftender Substanzen giftig.

Vor allem bei Festbrennstoffen entsteht auch Asche aus Mineralstoffen, die im Brennstoff enthalten sind. Holzasche enthält diverse Pflanzennährstoffe, die die Asche im Prinzip als Dünger interessant machen, leider aber auch diverse natürlich vorkommende giftige Schwermetalle.

Verbrennungsverfahren; Probleme der Verbrennungstechnik

Je nach Brennstoff und Anwendung kommen sehr unterschiedliche Verbrennungsverfahren zum Einsatz:

Vor allem gasförmige Brennstoffe wie Erdgas können mit einfachen technischen Mitteln vollständig und sauber verbrannt werden. Ein Problem kann jedoch die Bildung von Stickoxiden sein, die durch eine ausgefeilte Verbrennungstechnik stark vermindert werden kann.

In Verbrennungsmotoren (v. a. in Ottomotoren) kann die vorzeitige Entzündung ein Problem sein, vor allem bei hohem Verdichtungsverhältnis. Hilfreich ist hier der Einsatz eines Kraftstoffs mit hoher Klopffestigkeit. Bei Dieselmotoren ist eine vorzeitige Entzündung nicht möglich, jedoch ist eine ausreichend hohe Zündwilligkeit wichtig, die durch die Cetanzahl des Kraftstoffs spezifiziert wird. Eine ausreichend hohe Flammengeschwindigkeit ist bei allen schnell drehenden Verbrennungsmotoren wichtig, weswegen z. B. Schweröl in kleinen Dieselmotoren auch mit starker Vorwärmung nicht verwendbar wäre.

Verhältnismäßig kompliziert und entsprechend schwieriger zu optimieren ist die Verbrennung von Festbrennstoffen wie Kohle, Holz oder anderer Biomasse:

Die Verbrennungstechnik für viele verschiedene Brennstoffe wurden über lange Zeit optimiert. Jedoch sind viele weitere Entwicklungen nötig, um die Qualität der Verbrennung z. B. in Hinblick auf die Abgase weiter zu verbessern, um weitere Brennstoffe (auch inhomogene) gut einsetzbar zu machen, oder um die Verbrennung in anderen Leistungsklassen (z. B. auch in kleineren Anlagen) zu ermöglichen.

Vorbehandlung von Brennstoffen

Manchmal ist auch eine Vorbehandlung des Brennstoffs sehr hilfreich:

Siehe auch: Brennstoff, Festbrennstoff, Kraftstoff, Wärme, Brenner, Heizkessel, Verbrennungsmotor, Heizwert, Brennwert, Enthalpie, Verbrennungsluftverhältnis, Abgas, Abgasverlust, Mitverbrennung, Abfackelung

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Thesen zum Klimaschutz

1. Die Klimagefahren sind real.

Die absolut überwiegende Mehrheit der Klimaforscher bestätigt das.

Manche Leute aus anderen Fachgebieten meinen es besser zu wissen als all diese Forscher. Das ist lächerlich.

Es gibt immer Minderheitsmeinungen, auch unter Forschern, und manchmal stimmen diese sogar. Aber darauf zu bauen, dass die große Mehrheit total daneben liegt, wäre eine große Dummheit.

2. Plötzliche Klima­änderungen sind höchst gefährlich.

Die Natur hat sich über lange Zeit an das derzeitige Klima angepasst. Starke Änderungen innerhalb nur einiger Jahrzehnte hätten dramatische Folgen.

Auch die Menschheit kann sich nicht an beliebig veränderte Umweltbedingungen anpassen.

Dass es vor tausenden von Jahren erhebliche Klimaschwankungen gab, heißt keineswegs, dass wir damit zurechtkommen werden!

3. Klimaschutz kostet viel Geld – kein Klima­schutz noch viel mehr!

Die Vorstellung, man solle lieber Geld sparen, um damit dann eine Klimakatastrophe zu überstehen, ist geradezu absurd. Die Folgen starker Klimaveränderungen sind unabsehbar und dann nicht mehr korrigierbar.

Wer unseren Wohlstand bewahren will, wünscht sich zu allerletzt einen schnellen Klimawandel!

4. Zeigefinger auf China sind unangebracht.

  • Dürfen Chinesen pro Kopf weniger CO2 emittieren, nur weil es viele Chinesen gibt?
  • Können wir massenhaft Güter aus China importieren und die Verantwortung für die dabei entstehenden Emissionen von uns weisen?
  • Wer selbst weit überdurchschnittliche Pro-Kopf-Emissionen verursacht, zeigt besser nicht mit dem Finger auf andere.

Lesen Sie unseren Artikel zum Thema!

5. Viele Maßnahmen für den Klimaschutz sind ohnehin auch aus anderen Gründen nötig.

  • Eine massive Abhängigkeit z. B. von Erdöl und Erdgas ist gerade in Zeiten stark rückläufger Förderung in Europa wirtschaftlich und politisch hoch gefährlich.
  • Kohlekraftwerke schaden nicht nur dem Klima: Auch in Europa verursachen sie jährlich tausende vorzeitiger Todesfälle durch Luftverschmutzung.

Einfach weiterzuwursteln wie bisher ist keine Option.

6. Energiewende: ja, aber bitte richtig.

  • Eine echte Energiewende ist unverzichtbar, um unsere ökonomische und ökologische Zukunft zu retten.
  • Die deutsche Energiewende findet bisher fast nur im Strombereich statt, und selbst dort wird mittlerweise rabiat gebremst.
  • Die Wärmewende wäre besonders wichtig: Sehr viel Energie wird in Form von Wärme gebraucht oder verschwendet. Sorgen wir dafür, dass wir auch morgen noch in warmen Häusern leben können!

7. Substitution ist nötig, hat aber Grenzen.

  • Wir können viel Kohlestrom z. B. durch Wind- und Solarstrom ersetzen – beim Strom gibt es viele Möglichkeiten.
  • Im Wärmebereich ist es schwieriger: z. B. Holz als Ersatz für Erdgas gibt es nicht unbegrenzt.
  • Strom für Wärme (z. B. mit Elektrowärmepumpen) geht auch, aber sehr viel Öko­strom im Winter zu erzeugen ist schwierig!

Also: Allein mit Substitution schaffen wir es nicht! Der Verbrauch muss runter!

8. Kernenergie ist ein Nebenkriegsschauplatz.

  • Weltweit deckt die Kernenergie nur wenige Prozent des Energiebedarfs – in Zukunft noch weniger.
  • Ein entscheidender Beitrag der Kernenergie zum globalen Klimaschutz scheitert schon an den Kosten.
  • Auf die ferne Zukunftshoffnung Kernfusion zu setzen, ist Traumtänzerei: Wenn das überhaupt je geht, ist es wohl unbezahlbar.

Also: Von der Kernenergie wird es nicht abhängen, ob wir das Klimaproblem lösen.

9. Energieeffizienz ist enorm wichtig.

  • Nur wenn wir entscheidend weniger Energie brauchen, können wir den Bedarf sauber, sicher und bezahlbar decken.
  • Energieeffizienz hat enorme Potenziale – bei uns und weltweit.
  • Effizienz ist nachhaltig: Das funktioniert dauerhaft, ohne neue schwierige Probleme aufzuwerfen.

Also: Wir müssen unbedingt die Energieeffizienz kraftvoll vorantreiben!

10. Suffizienz ist eben­falls unverzichtbar.

  • Überbordende Ansprüche zu erfüllen, etwa auf jährliche Flugreisen, ist kaum auf nachhaltige Weise machbar.
  • Es ist nicht vertretbar, dass die einen Energie gedankenlos in Mengen konsumieren, während andere noch nicht genug zum Leben haben.

Beachten Sie: Je weniger erfolgreich wir bei Substitution und Effizienz sind, desto wichtiger wird die Rolle der Suffizienz.

11. Emissionshandel ist gut und richtig, aber kein Allheilmittel.

  • Emissionshandel kann helfen, Klimaschutz möglichst kostengünstig zu praktizieren.
  • Wir brauchen deswegen ein globales Emissionshandelssystem.
  • Allein darauf zu setzen, wäre aber grundfalsch. Die Meinung von gewissen Ökonomen, Emissionshandel mache das deutsche EEG überflüssig, basiert auf nachweisbaren Denkfehlern.

12. Nicht jede Maß­nahme ist sinnvoll.

Manche sagen, wir bräuchten alle Beiträge zum Klimaschutz, die zu kriegen sind. Aber:

  • Wir haben begrenzte Resourcen. Wenn mehr davon in wenig wirksame Maßnahmen fließt, erreichen wir weniger, nicht mehr.
  • Unrealistische Hoffnungen z. B. auf neue Wundertechnologien sind gefährlich.

Also: Gezielt realisieren, was funktioniert! Nicht auf Wunder warten, sondern heute handeln!

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