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Wärmetauscher

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Definition: ein Apparat, der Wärme von einem Medium auf ein anderes übertragen kann

Ein Wärmetauscher (oder Wärmeübertrager) ist ein Apparat, der Wärme von einem Medium auf ein anderes übertragen kann. In der Energietechnik wird eine breite Palette von unterschiedlichsten Wärmetauschern eingesetzt, von denen einige im Folgenden beschrieben werden:

Bauarten von Wärmetauschern

Es gibt eine große Vielfalt von Bauarten für Wärmetauscher, die hier nicht erschöpfend behandelt wird. Eine wichtige Unterscheidung bei Wärmetauschern für Wasser- oder Luftströme sei aber erläutert:

Gegenstrom-Wärmetauscher

Abbildung 1: In einem Gegenstrom-Wärmetauscher fließen die beiden Medien in entgegengesetzter Richtung, so dass im Prinzip ein kompletter Wärmeaustausch möglich ist.

Leistungsmerkmale

Ein idealer Wärmetauscher würde nicht nur keine Wärme verlieren (etwa durch Wärmeleitung hin zur Außenluft), sondern auch die gesamte Exergie der Stoffströme erhalten. Dies ist im Prinzip mit dem Gegenstrom-Wärmetauscher (siehe oben) annähernd möglich, wenn die Durchflussgeschwindigkeiten nicht zu hoch sind. Es ist dann z. B. bei einer Lüftungsanlage möglich, dass die Abluft (mit der Raumtemperatur von 20 °C) die Wärme weitgehend auf die Frischluft mit z. B. 0 °C überträgt, so dass die Frischluft auf fast 20 °C vorgewärmt und die Abluft mit fast 0 °C entlassen wird. Die Lüftungs-Wärmeverluste betragen bei guten Anlagen und kleinerer Leistungsstufe nur rund 10 % dessen, was ohne Wärmerückgewinnung verloren ginge. Der sogenannte Temperaturwirkungsgrad (auch Rückwärmzahl genannt) ist dann rund 90 %.

Je besser die Wärmeleitung im Wärmetauscher funktioniert, desto höher dürfen die Stoffströme werden, ohne die Effizienz der Wärmeübertragung zu vermindern. Hierzu können große Oberflächen ebenso beitragen wie dünne und Trennschichten aus gut wärmeleitendem Material (etwa Edelstahl).

Wärmetauscher müssen in aller Regel noch mehrere zusätzliche Anforderungen erfüllen:

Teilweise sind hier konstruktive Kompromisse nötig. Beispielsweise haben Plattenwärmetauscher mit dünneren (und zahlreicheren) Kanälen einen besseren Wärmeübergang, dafür aber höhere Strömungsverluste, und kleine Bauformen begrenzen die Effizienz der Wärmeübertragung.

Siehe auch: Wärme, Abwärme, Lüftungsanlage

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