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Abwärme

Definition: Wärme, die bei einem Prozess als Nebenprodukt entsteht

Englisch: waste heat

Kategorien: Energieeffizienz, Wärme und Kälte

Autor: Dr. Rüdiger Paschotta (G+)

Wie man zitiert; zusätzliche Literatur vorschlagen

Ursprüngliche Erstellung: 07.03.2010; letzte Änderung: 03.11.2018

Als Abwärme (manchmal auch Abhitze) bezeichnet man Wärme, die bei Prozessen als Nebenprodukt anfällt. Häufig entweicht sie ungenutzt in die Umwelt, wobei teilweise sogar noch ein zusätzlicher Energieaufwand entsteht, etwa für Pumpen, Ventilatoren oder Kühlaggregate. Teils wird Abwärme grundsätzlich als ungenutzte Wärme verstanden, jedoch gibt es auch den Begriff der Abwärmenutzung (→ Wärmerückgewinnung ) als eine Maßnahme für erhöhte Energieeffizienz.

In großen Mengen in die Umwelt entlassene Abwärme, etwa bei Kühltürmen oder Flusskühlern von Kraftwerken, hat bisweilen schädliche Nebenwirkungen, zusätzlich zu Nachteilen durch die eingeschränkte Energieeffizienz. Beispielsweise können Fischbestände in Flüssen leiden, die im Sommer von Kraftwerken zu stark aufgeheizt werden. Die Vermeidung oder Verringerung solcher Probleme erzwingt mancherorts die Drosselung der Leistung (oder zeitweise die Abschaltung) von Kraftwerken im Sommer.

Nutzung von Abwärme

Gelegentlich kann Abwärme zwecks höherer Energieeffizienz weiter genutzt werden:

Siehe auch: Wärme, Wärmerückgewinnung, Organic Rankine Cycle
sowie andere Artikel in den Kategorien Energieeffizienz, Wärme und Kälte

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