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Eigenerzeugung

Definition: die Erzeugung elektrischer Energie durch eigene Anlagen

Englisch: customer generation

Kategorien: elektrische Energie, Grundbegriffe

Autor:

Wie man zitiert; zusätzliche Literatur vorschlagen

Ursprüngliche Erstellung: 26.02.2016; letzte Änderung: 04.07.2018

Als Eigenerzeugung bezeichnet man die Erzeugung elektrischer Energie durch Anlagen, die zum eigenen Betrieb oder Haushalt gehören. Häufig liegt dabei keine autarke Erzeugung vor, sondern nur eine teilweise Deckung des elektrischen Energieverbrauchs; der Rest wird aus dem öffentlichen Stromnetz bezogen.

Ein Beispiel hierfür ist die Stromerzeugung mit einer Photovoltaikanlage auf einem Privathaus oder einem gewerblich genutzten Gebäude. Selbst wenn die jährliche Stromerzeugung zur Deckung des gesamten Bedarfs ausreichen würde, entspricht ihre zeitliche Verteilung in der Regel nicht der des Strombedarfs; deswegen wird zu manchen Zeiten überschüssiger Strom in das Netz eingespeist (wobei üblicherweise eine Einspeisevergütung erhalten wird), und zu anderen Zeiten wird Strom aus dem Netz bezogen. Die Eigenerzeugung dient also teilweise der Deckung des Eigenverbrauchs, ist aber nur teilweise hierfür nutzbar.

In anderen Fällen wird beispielsweise ein Blockheizkraftwerk betrieben. Dieses wird in der Regel so dimensioniert, dass seine thermische Leistung nur ein Bruchteil der maximal benötigten Heizleistung beträgt, da sonst die Auslastung (der Jahresnutzungsgrad) für einen wirtschaftlichen Betrieb zu gering würde. Die erzeugte elektrische Leistung liegt dann trotzdem häufig wesentlich über dem Eigenverbrauch, und wiederum gibt es Zeiten mit Einspeisung von Überschüssen in das Netz und andere Zeiten mit Bezug aus dem Netz (z. B. wenn der Wärmebedarf gering ist).

Verbraucherlastdaten, die beispielsweise die ENTSO-E veröffentlicht, enthalten beispielsweise für Deutschland nicht die industrielle Eigenerzeugung und Bahnstrom aus Eigenerzeugung. Man erfasst hier also nur den Verbrauch, der vom Stromnetz her “sichtbar” ist.

EEG-Umlage auf Eigenerzeugung

Die wirtschaftliche Attraktivität der Eigenerzeugung wird in Deutschland dadurch gesteigert, dass die EEG-Umlage auf diesen Teil der verbrauchten Energie früher gar nicht gezahlt werden musste und heute nur zu einem gewissen Teil: beispielsweise nicht für Anlagen mit einer Leistung unterhalb von 10 kW, und für größere Anlagen (z. B. in der Industrie) auch nur mit einem reduzierten Satz.

Eigenerzeugung von Ländern

Der Begriff Eigenerzeugung wird auch im Zusammenhang mit ganzen Ländern verwendet. Er bedeutet dann die gesamte jährliche Stromerzeugung eines Landes in Kraftwerken und anderen Anlagen innerhalb dieses Landes. Hier deckt die Eigenerzeugung in aller Regel den größten Teil des Verbrauchs, allein schon weil die über überregionalen Stromnetze für den Bezug von Strom aus dem Ausland begrenzte Kapazitäten aufweisen.

Siehe auch: Eigenverbrauch, Eigenbedarf
sowie andere Artikel in den Kategorien elektrische Energie, Grundbegriffe

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