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Elektroheizstab

Definition: ein stabförmiges Bauteil, welches Wärme aus elektrischer Energie gewinnt

Englisch: electric heater rod

Kategorie: Wärme und Kälte

Autor: Dr. Rüdiger Paschotta (G+)

Wie man zitiert; zusätzliche Literatur vorschlagen

Ursprüngliche Erstellung: 30.04.2010; letzte Änderung: 09.11.2017

Ein Elektroheizstab ist ein stabförmiges Bauteil, welches Wärme aus elektrischer Energie gewinnt, also Elektrowärme erzeugt. Solche Heizstäbe werden vielfältig eingesetzt:

Elektroheizstäbe gehören zu den in der Anschaffung preisgünstigsten Wärmeerzeugern, sind für einen weiten Bereich von Heizleistungen verfügbar und lassen sich leicht (auch über einen Thermostaten) dem Wärmebedarf anpassen. Energetisch sehr ungünstig ist allerdings, dass sie wertvolle elektrische Energie benötigen, um die gleiche Menge von Niedertemperaturwärme zu erzeugen. Durch den häufig niedrigen Wirkungsgrad der Stromerzeugung ergibt sich ein geringer Systemwirkungsgrad und damit eine niedrige Energieeffizienz.

Wenn “hartes” Leitungswasser mit einem Heizstab erwärmt wird, kann sich darauf Kalk ablagern – vor allem bei Temperaturen von 60 °C oder höher. Die Kalkschicht behindert die Wärmeabgabe, wodurch die Temperatur des Heizelements ansteigt. Die Energieeffizienz wird davon normalerweise nur marginal reduziert, da die erzeugte Wärme kaum ungenutzt entweichen kann. Bei starker Verkalkung kann ein Heizelement allerdings überhitzt und so beschädigt werden.

Für sehr hohe Leistungen werden anstelle von Elektroheizstäben eher Elektrodenkessel eingesetzt.

Siehe auch: elektrische Energie, Wärme, Elektrowärme, Rohrbegleitheizung, Tauchsieder, Elektrodenkessel
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