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Energiesparmodus

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Definition: ein Betriebszustand mit reduziertem Energieverbrauch, meist ohne eigentliche Funktion des Geräts

Englisch: energy-saving mode

Kategorien: Energieeffizienz, Grundbegriffe

Autor: Dr. Rüdiger Paschotta

Wie man zitiert; zusätzliche Literatur vorschlagen

Ursprüngliche Erstellung: 24.01.2013; letzte Änderung: 16.11.2014

Viele elektrische Geräte verfügen über einen Energiesparmodus (auch Schlafmodus oder Bereitschaftszustand), oder sogar über mehrere verschiedene Energiesparmodi, um in Zeiten ohne Nutzung oder mit eingeschränkter Nutzung den Verbrauch elektrischer Energie zu reduzieren. Besonders wichtig ist dies bei mobilen Geräten wie Mobiltelefonen (Handies) oder Messgeräten, die mit einem Akkumulator begrenzter Kapazität oder mit nicht aufladbaren Batterien betrieben werden.

Katze im Energiesparmodus

Abbildung 1: Katzen fallen bei längerer Nichtbenutzung häufig in einen Energiesparmodus, in dem sie eine eingeschränkte Bereitschaft aufrechterhalten.

Gegenüber dem ganz ausgeschalteten Zustand hat ein Energiesparmodus oft den Vorteil, dass das Gerät schneller wieder aktiviert werden kann und/oder dass es noch gewisse Bereitschaftsfunktionen hat. Beispielsweise kann ein Mobiltelefon dann noch auf eingehende Anrufe reagieren, indem es “aufwacht”.

Aktivierung eines Energiesparmodus

Ein Energiesparmodus kann oft manuell aktiviert werden, z. B. durch kurzes Drücken einer Taste, die bei längerem Drücken das Gerät ganz ausschalten würde. Bei vielen Geräten wird ein Energiesparmodus aber auch automatisch aktiviert, wenn für eine gewisse Zeit keine Benutzung registriert wird. Durch kurzes Drücken des Ein-/Ausschalters gelangt man wieder in den normalen Betriebszustand.

Standby-Verbrauch im Energiesparmodus

Auch wenn der Stromverbrauch in einem Energiesparmodus meist erheblich geringer ist als im Normalbetrieb, ist er doch nicht Null: Es besteht ein gewisser Standby-Verbrauch. Bei batteriebetriebenen Geräten sollte dieser verschwindend gering sein, damit die Batterien nicht auf Dauer entladen werden. Bei am Stromnetz betriebenen Geräten ist dies weniger kritisch, jedoch kann auch hier ein Standby-Verbrauch von z. B. einigen Watt im Laufe eines Jahres erhebliche Energiemengen verschwenden. Die Höhe des Standby-Verbrauchs hängt entscheidend von der Qualität der eingesetzten Technik ab. Neuere Vorschriften z. B. in der EU limitieren den Standby-Verbrauch vieler Geräte.

Leider unterstützen etliche Geräte gar kein vollständiges Abschalten. Was wie ein Ein-/Ausschalter aussieht, versetzt solche Geräte nur in einen Energiesparmodus – oft ohne dass für den Benutzer erkennbar wäre, dass weiterhin etwas Strom benötigt wird. Wenn keine essenzielle Bereitschaftsfunktion ausgeübt wird, können solche Geräte z. B. über einen zusätzlichen Schalter (auch über eine schaltbare Steckerleiste) ganz abgeschaltet werden. Die Bezeichnung Energiesparmodus bei solchen Geräten ist paradox, da gegenüber einem echten Abschalten eben nicht Energie gespart, sondern mehr Energie verbraucht wird.

Der Artikel über Standby-Verbrauch gibt Hinweise zur Vermeidung unnötigen Standby-Verbrauchs.

Energiesparmodi bei Computern

Computer haben oft mehrere Energiesparmodi, die über einen Industriestandard namens Advanced Configuration and Power Interface (ACPI) definiert sind:

Wenn die Stromzufuhr in den Zuständen S1 bis S3 unterbrochen wird, kann ein Datenverlust resultieren. Dies ist bei S4 und S5 nicht der Fall.

Die “höheren” Zustände führen oft, aber nicht immer zu einer stärkeren Reduktion des Stromverbrauchs.

Eine eingebaute Festplatte kann selbst im Normalbetrieb (Modus S0) automatisch abgeschaltet werden, wenn sie längere Zeit nicht benötigt wird.

Siehe auch: Standby-Verbrauch
sowie andere Artikel in den Kategorien Energieeffizienz, Grundbegriffe

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Thesen zum Klimaschutz

1. Die Klimagefahren sind real.

Die absolut überwiegende Mehrheit der Klimaforscher bestätigt das.

Manche Leute aus anderen Fachgebieten meinen es besser zu wissen als all diese Forscher. Das ist lächerlich.

Es gibt immer Minderheitsmeinungen, auch unter Forschern, und manchmal stimmen diese sogar. Aber darauf zu bauen, dass die große Mehrheit total daneben liegt, wäre eine große Dummheit.

2. Plötzliche Klima­änderungen sind höchst gefährlich.

Die Natur hat sich über lange Zeit an das derzeitige Klima angepasst. Starke Änderungen innerhalb nur einiger Jahrzehnte hätten dramatische Folgen.

Auch die Menschheit kann sich nicht an beliebig veränderte Umweltbedingungen anpassen.

Dass es vor tausenden von Jahren erhebliche Klimaschwankungen gab, heißt keineswegs, dass wir damit zurechtkommen werden!

3. Klimaschutz kostet viel Geld – kein Klima­schutz noch viel mehr!

Die Vorstellung, man solle lieber Geld sparen, um damit dann eine Klimakatastrophe zu überstehen, ist geradezu absurd. Die Folgen starker Klimaveränderungen sind unabsehbar und dann nicht mehr korrigierbar.

Wer unseren Wohlstand bewahren will, wünscht sich zu allerletzt einen schnellen Klimawandel!

4. Zeigefinger auf China sind unangebracht.

  • Dürfen Chinesen pro Kopf weniger CO2 emittieren, nur weil es viele Chinesen gibt?
  • Können wir massenhaft Güter aus China importieren und die Verantwortung für die dabei entstehenden Emissionen von uns weisen?
  • Wer selbst weit überdurchschnittliche Pro-Kopf-Emissionen verursacht, zeigt besser nicht mit dem Finger auf andere.

Lesen Sie unseren Artikel zum Thema!

5. Viele Maßnahmen für den Klimaschutz sind ohnehin auch aus anderen Gründen nötig.

  • Eine massive Abhängigkeit z. B. von Erdöl und Erdgas ist gerade in Zeiten stark rückläufger Förderung in Europa wirtschaftlich und politisch hoch gefährlich.
  • Kohlekraftwerke schaden nicht nur dem Klima: Auch in Europa verursachen sie jährlich tausende vorzeitiger Todesfälle durch Luftverschmutzung.

Einfach weiterzuwursteln wie bisher ist keine Option!

6. Energiewende: ja, aber bitte richtig.

  • Eine echte Energiewende ist unverzichtbar, um unsere ökonomische und ökologische Zukunft zu retten.
  • Die deutsche Energiewende findet bisher fast nur im Strombereich statt, und selbst dort wird mittlerweise rabiat gebremst.
  • Die Wärmewende wäre besonders wichtig: Sehr viel Energie wird in Form von Wärme gebraucht oder verschwendet. Sorgen wir dafür, dass wir auch morgen noch in warmen Häusern leben können!

7. Substitution ist nötig, hat aber Grenzen.

  • Wir können viel Kohlestrom z. B. durch Wind- und Solarstrom ersetzen – beim Strom gibt es viele Möglichkeiten.
  • Im Wärmebereich ist es schwieriger: z. B. Holz als Ersatz für Erdgas gibt es nicht unbegrenzt.
  • Strom für Wärme (z. B. mit Elektrowärmepumpen) geht auch, aber sehr viel Öko­strom im Winter zu erzeugen ist schwierig!

Also: Allein mit Substitution schaffen wir es nicht! Der Verbrauch muss runter!

8. Kernenergie ist ein Nebenkriegsschauplatz.

  • Weltweit deckt die Kernenergie nur wenige Prozent des Energiebedarfs – in Zukunft noch weniger.
  • Ein entscheidender Beitrag der Kernenergie zum globalen Klimaschutz scheitert schon an den Kosten.
  • Auf die ferne Zukunftshoffnung Kernfusion zu setzen, ist Traumtänzerei: Wenn das überhaupt je geht, ist es wohl unbezahlbar.

Also: Von der Kernenergie wird es nicht abhängen, ob wir das Klimaproblem lösen.

9. Energieeffizienz ist enorm wichtig.

  • Nur wenn wir entscheidend weniger Energie brauchen, können wir den Bedarf sauber, sicher und bezahlbar decken.
  • Energieeffizienz hat enorme Potenziale – bei uns und weltweit.
  • Effizienz ist nachhaltig: Das funktioniert dauerhaft, ohne neue schwierige Probleme aufzuwerfen.

Also: Wir müssen unbedingt die Energieeffizienz kraftvoll vorantreiben!

10. Suffizienz ist eben­falls unverzichtbar.

  • Überbordende Ansprüche zu erfüllen, etwa auf jährliche Flugreisen, ist kaum auf nachhaltige Weise machbar.
  • Es ist nicht vertretbar, dass die einen Energie gedankenlos in Mengen konsumieren, während andere noch nicht genug zum Leben haben.

Beachten Sie: Je weniger erfolgreich wir bei Substitution und Effizienz sind, desto wichtiger wird die Rolle der Suffizienz.

11. Emissionshandel ist gut und richtig, aber kein Allheilmittel.

  • Emissionshandel kann helfen, Klimaschutz möglichst kostengünstig zu praktizieren.
  • Wir brauchen deswegen ein globales Emissionshandelssystem.
  • Allein darauf zu setzen, wäre aber grundfalsch. Die Meinung von gewissen Ökonomen, Emissionshandel mache das deutsche EEG überflüssig, basiert auf nachweisbaren Denkfehlern.

12. Nicht jede Maß­nahme ist sinnvoll.

Manche sagen, wir bräuchten alle Beiträge zum Klimaschutz, die zu kriegen sind. Aber:

  • Wir haben begrenzte Resourcen. Wenn mehr davon in wenig wirksame Maßnahmen fließt, erreichen wir weniger, nicht mehr.
  • Unrealistische Hoffnungen z. B. auf neue Wundertechnologien sind gefährlich.

Also: Gezielt realisieren, was funktioniert! Nicht auf Wunder warten, sondern heute handeln!

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