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Heizgrenze

Definition: die mittlere Außentemperatur an einem Tag, unterhalb derer die Heizungsanlage betrieben werden muss

Kategorien: Grundbegriffe, Haustechnik, Wärme und Kälte

Formelsymbol: HG

Einheit: °C

Autor: Dr. Rüdiger Paschotta (G+)

Wie man zitiert; zusätzliche Literatur vorschlagen

Ursprüngliche Erstellung: 07.11.2010; letzte Änderung: 09.11.2017

Die Heizgrenze ist die mittlere Außentemperatur an einem Tag, unterhalb derer die Heizungsanlage betrieben werden muss, um das Gebäude ausreichend warm zu halten. Für Berechnungen z. B. des Heizwärmebedarfs wird in Deutschland meist pauschal ein Wert von 15 °C angenommen (in Österreich und der Schweiz 12 °C). Die tatsächlich sinnvolle Heizgrenze hängt jedoch stark von der Qualität des Gebäudes ab, insbesondere von der Wärmedämmung. Außerdem ermöglichen die solaren Wärmegewinne durch die Fenster an sonnigen Tagen den Verzicht auf das Heizen auch bei niedrigeren Außentemperaturen. Bei Passivhäusern kann die Heizgrenze unterhalb von 10 °C liegen, an Tagen mit starker Sonneneinstrahlung auch weit unter 0 °C.

Die Heiztage sind die Tage, an denen die Heizgrenze unterschritten wird.

Die angenommene Heizgrenze hat Einfluss auf die für einen Standort ermittelten Gradtagszahl und die Heizgradtage.

Siehe auch: Heizungsanlage, Gradtagszahl, Heizgradtage, Passivhaus
sowie andere Artikel in den Kategorien Grundbegriffe, Haustechnik, Wärme und Kälte

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