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Heizzahl

Definition: das Verhältnis von gewonnener Heizwärme zur eingesetzten Brennstoff-Energie bei einer Wärmepumpe mit Verbrennungsmotorantrieb

Kategorien: Energieeffizienz, Grundbegriffe, Wärme und Kälte

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Ursprüngliche Erstellung: 27.10.2012; letzte Änderung: 09.11.2017

Die Energieeffizienz einer Wärmepumpe, die mit Hochtemperaturwärme (und nicht mechanisch) angetrieben wird, kann mit einer Heizzahl beziffert werden. Dies ist das Verhältnis von gewonnener Heizwärme zur Energie des eingesetzten Brennstoffs. Beispielsweise kann eine Absorptionswärmepumpe mit einer Heizzahl von 1,6 aus 100 kWh Erdgas 160 kWh Heizwärme erzeugen; sie ist damit wesentlich effizienter als ein Heizkessel, der damit weniger als 100 kWh Heizwärme erzeugen könnte.

Die Heizzahl bezieht sich immer auf bestimmte Betriebsbedingungen. Entscheidend für den erreichbaren Wert sind die Temperatur der Wärmequelle und die zu liefernde Vorlauftemperatur, wobei auch die Rücklauftemperatur eine gewisse Rolle spielt. Je geringer die Temperaturunterschiede, desto höher die erzielbare Heizzahl.

Die Heizzahl ist nicht direkt vergleichbar mit der Leistungszahl einer Kompressionswärmepumpe, da letztere hochwertige mechanische oder elektrische Energie benötigt, während eine Absorptionswärmepumpe chemische Energie aus einem Brennstoff nutzt. Man kann aber z. B. die Erdgas-Absorptionswärmepumpe vergleichen mit einer Kombination aus Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk (zur Stromerzeugung) und einer Elektrowärmepumpe, da in beiden Fällen Erdgas die Primärenergie liefert. Die damit erzielbare Heizzahl wäre z. B. 0,55 · 4 = 2,2, wenn das Kraftwerk einen Wirkungsgrad von 55 % erreicht (wie es für moderne Kraftwerke inklusive Verluste im Stromnetz möglich ist) und die Elektrowärmepumpe eine Leistungszahl von 4 hat. Dieser Ansatz ist also energieeffizienter, aber auch technisch aufwendiger als die Absorptionswärmepumpe.

Siehe auch: Leistungszahl, Wärmepumpe
sowie andere Artikel in den Kategorien Energieeffizienz, Grundbegriffe, Wärme und Kälte

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