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Netzspannung

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Definition: die elektrische Spannung in einem Stromnetz

Englisch: grid voltage

Kategorien: elektrische Energie, Grundbegriffe

Formelsymbol: U

Einheit: Volt (V)

Autor: Dr. Rüdiger Paschotta (G+)

Wie man zitiert; zusätzliche Literatur vorschlagen

Ursprüngliche Erstellung: 05.01.2013; letzte Änderung: 13.01.2015

Als Netzspannung bezeichnet man die elektrische Spannung, die in einem Stromnetz auftritt. Im Falle von Wechselstrom- oder Drehstromsystemen sind hierbei nicht Spitzenwerte, sondern Effektivwerte der Spannung gemeint. Beispielsweise arbeiten Niederspannungsnetze zur Versorgung von Haushalten in Europa mit einem Effektivwert von 230 V (einphasig); dies ist die Spannung der Phase gegen Erde. Bei Drehstromanschlüssen wird als Netzspannung die Leiterspannung angegeben, also die Spannung zwischen je zwei Phasen und nicht die Spannung der Phasen gegen Erde, die wiederum 230 V beträgt.

In den USA gilt im Niederspannungsnetz eine Netzspannung von nur 120 V, was einerseits die Gefahren durch Stromschläge reduziert (gerade angesichts von Netzsteckern mit schlechtem Berührungsschutz und häufig maroder Installationen), andererseits aber höhere Stromstärken in den Leitungen nötig macht. In manchen Ländern wie z. B. Brasilien kommen sogar regional unterschiedliche Netzspannungen vor.

Übertragungsnetze zum Ferntransport elektrischer Energie arbeiten mit weitaus höheren Netzspannungen von z. B. 380 kV oder 220 kV. Mittelspannungsnetze dagegen arbeiten z. B. mit 10 kV oder 20 kV. Sie dienen z. B. der Grobverteilung innerhalb von Städten.

Eine wichtige Aufgabe der Netzbetreiber ist die Spannungshaltung, d. h. das Gewährleisten einer nur in engen Grenzen schwankenden Netzspannung. Beispielsweise darf in Deutschland die Netzspannung bei den Verbrauchern um maximal ±10 % vom Nennwert (230 V) abweichen.

Siehe auch: elektrische Spannung, Effektivwert von Spannung und Stromstärke, Stromnetz, Spannungshaltung, Netzfrequenz
sowie andere Artikel in den Kategorien elektrische Energie, Grundbegriffe

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