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Nutzungsgrad

Definition: Anteil der eingesetzten Energie, die genutzt werden kann

Spezifischerer Begriff: Jahresnutzungsgrad

Englisch: rate of utilization

Kategorien: Energieeffizienz, Grundbegriffe

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Ursprüngliche Erstellung: 07.03.2010; letzte Änderung: 16.04.2025

URL: https://www.energie-lexikon.info/nutzungsgrad.html

Der Nutzungsgrad einer Energie umsetzenden Anlage bezeichnet das Verhältnis der in einem gewissen Zeitraum abgegebenen und genutzten Energie zur eingesetzten Endenergie oder Primärenergie. (Es geht nicht etwa darum, in welchem Ausmaß eine Maschine genutzt wird.) Dieser Begriff wird häufig mit dem Wirkungsgrad gleichgesetzt, jedoch bezieht sich letzterer in der Regel auf einen bestimmten Betriebspunkt (z. B. Betrieb eines Heizkessels mit Volllast), während der Nutzungsgrad die durchschnittliche Effizienz in einem gewissen Zeitraum mit wechselnden Betriebsbedingungen erfasst:

  • Der Jahresnutzungsgrad ist der Wirkungsgrad, der sich im Jahresmittel ergibt, anstatt etwa unter optimalen Bedingungen (z. B. Volllast). Zeiten mit Teillastbetrieb wirken sich oft negativ auf den Jahresnutzungsgrad aus. Spezifisch für Heizungsanlagen gibt es den Raumheizungs-Jahresnutzungsgrad, der auch als jahreszeitbedingte Raumheizungseffizienz bezeichnet wird.
  • Bei der stromgeführten Kraft-Wärme-Kopplung kann die erzeugte Wärme nicht zu allen Zeiten genutzt werden, so dass der Nutzungsgrad der Anlage kleiner ausfällt als der Gesamtwirkungsgrad der verwendeten Wärmekraftmaschine. Sinnvoll ist übrigens ein Gesamtnutzungsgrad mit gewichteter Berücksichtigung der Strom- und Wärmeerzeugung.

Der Kehrwert des Jahresnutzungsgrads z. B. einer Heizungsanlage wird auch als Erzeugeraufwandszahl bezeichnet. Aus ihr ist ersichtlich, wie hoch z. B. der Energieverbrauch für eine gegebenen Heizwärmebedarf ist – im Allgemeinen höher als letzterer wegen der Energieverluste bei der Wärmeerzeugung.

Siehe auch: Wirkungsgrad, Primärenergie, Aufwandszahl

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