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Öläquivalent

Definition: die Menge Erdöl oder Heizöl, die denselben Heizwert hat wie eine gegebene Menge eines Brennstoffs

Spezifischerer Begriff: Heizöläquivalent

Englisch: heating oil equivalent

Kategorie: Einheiten

Autor:

Wie man zitiert; zusätzliche Literatur vorschlagen

Erstellung: 25.07.2020

Das Konzept des Öläquivalents ist der Vergleich des Heizwerts einer Menge eines Brennstoffs mit dem von Erdöl, oder manchmal auch mit dem von Heizöl. Man ermittelt also, welche Menge von Wärme durch Verbrennung ohne Nutzung der Kondensationswärme (also ohne Brennwertnutzung) möglich wäre und vergleicht dies mit dem Wert für eine gewisse Menge von Öl.

Gebräuchlich ist hier insbesondere der Bezug auf 1 kg Rohöl; dies führt zur Öleinheit (ÖE). Auch der Bezug auf ein Volumen (häufig auf einen Liter oder ein Barrel) ist üblich; man spricht dann beispielsweise von Barrel Öläquivalenten.

Verschiedene Erdölprodukte haben meist einen recht ähnlichen Heizwert bezogen auf die Masse in Kilogramm. Beispielsweise entspricht ein Heizöläquivalent für 1 kg nur unwesentlich (ca. 1,5 %) mehr als einem Rohölequivalent. Jedoch kann die Dichte deutlich abweichen, weswegen man dann deutliche Unterschiede der volumenbezogenen Werte findet. Beispielsweise ist schweres Heizöl deutlich dichter als Heizöl EL (extraleicht).

Anwendung von Öläquivalenten

Diverse Primärenergieträger wie Kohle und Erdgas werden häufig zu Vergleichszwecken über Öläquivalente bewertet. Beispielsweise kann es nützlich sein, bei einem Ölfeld die gesamte Förderung – Rohöl plus Begleitgas – in Öläquivalenten anzugeben.

Eine andere häufig auftauchende Verwendung ist im Bereich des Energieverbrauchs für die Beheizung von Gebäuden. Beispielsweise kann man den Verbrauch einer Gasheizung in Öläquivalente umrechnen, um ihn mit dem einer Ölheizung zu vergleichen. Dies gibt auch einen Anhaltspunkt für die Klimaschädlichkeit, obwohl wir die Schädlichkeit pro Öläquivalent noch etwas vom jeweiligen Energieträger abhängt.

Bei Wärmepumpenheizungen sind solche Vergleiche schwieriger, zumindest im Falle der Verwendung von Elektrowärmepumpen. Einfach die elektrische Energie in Öl der umzurechnen, wäre wenig sinnvoll. Eher müsste man die bei der Stromerzeugung verbrauchten Primärenergiemengen ermitteln, die stark vom Typ des Kraftwerks abhängen. Sinnvolle Vergleiche ergeben sich also nur mit bestimmten Zusatzannahmen – etwa Erzeugung des benötigten Stroms in Gas-und-Dampf-Kombikraftwerken. Selbst die allgemeine Angabe der Stromerzeugung in Gaskraftwerken wäre wenig präzise, da diese stark im Wirkungsgrad variieren.

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