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Förderung von Solarstromspeichern: ein Irrweg

Ref.: Extra-Artikel "Staatlich geförderte Solarstromspeicher – eine sinnvolle Ergänzung zur Photovoltaik?"

Rüdiger Paschotta

Der zunehmende Anteil der Photovoltaik an der deutschen Stromerzeugung bringt das Problem mit sich, dass zumindest bei sonnigem Wetter um die Mittagszeit sehr viel Strom eingespeist wird, der zur Abendzeit oft besser nutzbar wäre. Auch für die Betreiber von Photovoltaikanlagen erscheint es nachteilhaft, zur Mittagszeit Strom für eine Einspeisevergütung von z. B. 16 ct/kWh einzuspeisen und am Abend dann Strom für 26 ct/kWh aus dem Netz zu beziehen. Von daher könnte man meinen, dass es eine gute Idee ist, Solaranlagen mit Solarstromspeichern auszustatten, welche zur Mittagszeit Energie aufnehmen und abends wieder abgeben können.

Die Wirtschaftlichkeit der Photovoltaik ist dahin, wenn Sie mit Batteriespeicher ergänzt wird.

Leider zeigt eine nähere Analyse schnell, dass dies leider nicht auf vernünftige Weise zu bewerkstelligen ist. Das Grundproblem ist, dass die Kosten im Vergleich zu dem moderaten Nutzen extrem hoch liegen. Von einer betriebswirtschaftlichen Rentabilität sind diese Solarstromspeicher extrem weit entfernt – auch mit KfW-Förderung. Eine Amortisation der Investition dürfte in vielen Fällen nicht einmal in 100 Jahren gelingen, selbst wenn (was nicht anzunehmen ist) die Anlage so lange effizient und störungsfrei arbeiten würde.

Ist es realistisch, massive Kostensenkungen bei Solarstromspeichern von der staatlichen Förderung zu erwarten?

Die Fans von Solarstromspeicher hoffen auf massive Kostensenkungen als Folge einer breiten Markteinführung – wie bereits geschehen bei der Photovoltaik. Nur wird bereits die Markteinführung daran scheitern, dass anders als bei der Photovoltaik die betriebswirtschaftliche Rentabilität in weiter Ferne liegt. (Man müsste die Förderung sonst noch massiv erhöhen, also den Betreibern den Löwenanteil der Investitionskosten schenken und nicht nur einen Zuschuss von z. B. 25 % geben.) Selbst wenn massive Kostensenkungen erzielt würden, würde das die Lage nicht grundlegend ändern. Man beachte zudem, dass die Kostensenkungen der Photovoltaik unter anderen Umständen erreicht wurden: Dort gab es ein riesiges Lernpotenzial, weil die Technologie anders als die der Batterien und der Elektronik noch vollkommen neu war, und die Förderung stellte die betriebswirtschaftliche Rentabilität her, was für den massenhaften Einsatz natürlich eine Grundvoraussetzung ist.

Der oben genannte Extra-Artikel analysiert die Situation umfassender und kommt darauf basierend zu einem klaren Schluss: Dezentrale Solarstromspeicher sind ein Irrweg. Mit dem eingesetzten Geld ließe sich auf anderen Wegen weitaus mehr erreichen. Zum Glück gibt es viel bessere Ansätze, um die Energiewende wirklich voranzubringen. Freilich dürfte die Solarstromspeicher-Förderung für diejenigen, die die Energiewende ohnehin am liebsten schnellstmöglich an die Wand fahren wollen, Grund zu großer Freude sein.

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