RP-Energie-Lexikon
fachlich fundiert, unabhängig von Lobby-Interessen

Der RP-Energie-Blog

Elektroheizungen als Energiespeicher für die Energiewende?

Rüdiger Paschotta

Seit langem ist bekannt, dass Elektroheizungen – auch in der Form von Elektrospeicherheizungen – energetisch sehr ineffizient sind. (Warum genau das so ist, erklärt ein Lexikon-Artikel.) Weitaus effizienter ist beispielsweise die Benutzung einer Elektrowärmepumpe, die mit dem Strom ein Vielfaches an Heizwärme erzeugen kann.

Nun wurde in der letzten Zeit mit manchen in der Presse herumgeisternden Meldungen der Eindruck erweckt, die Elektrospeicherheizungen würden im Rahmen der Energiewende plötzlich doch eine sinnvolle Rolle spielen können, und deswegen sei es womöglich gar nicht mehr anzustreben, diese möglichst schnell durch effizientere Heizungssysteme zu ersetzen. Dahinter steckt der an sich nicht falsche Gedanke, dass man nicht anders verwertbare Stromüberschüsse, wie sie durch den zunehmenden Ausbau der Windenergie und Photovoltaik immer häufiger werden, in solchen Heizungen doch immerhin einigermaßen nutzbringend verwerten könnte (→ Power to Heat). Unter Umständen können damit Stromnetze sogar entlastet werden, weil erzeugter Strom nicht mehr zu weiter entfernten Verbrauchern transportiert werden muss.

Bei genauerer Betrachtung stellt sich die Sachlage freilich deutlich anders dar:

Man kann das folgende Fazit ziehen:

Dieser Artikel erschien als Teil des RP-Energie-Blogs von Dr. Rüdiger Paschotta. Sie können Links auf diese Seite setzen, da ihre Adresse permanent ist, und die Seite auch zitieren. Siehe auch das RP-Energie-Lexikon.

Beachten Sie, dass Sie solche Artikel auch in Form eines Newsletters regelmäßig per E-Mail oder mit einem RSS-Feed erhalten können!

Teilen Sie den Link auf diesen Artikel mit anderen: