RP-Energie-Lexikon
fachlich fundiert, unabhängig von Lobby-Interessen

Spitzenleistung

<<<  |  >>>

Definition: die von einem Verbraucher maximal bezogene elektrische Leistung

Englisch: peak power

Kategorien: elektrische Energie, Grundbegriffe

Autor: Dr. Rüdiger Paschotta (G+)

Wie man zitiert; zusätzliche Literatur vorschlagen

Ursprüngliche Erstellung: 26.11.2012; letzte Änderung: 16.11.2014

Die Spitzenleistung, die ein Stromverbraucher (etwa ein Gewerbebetrieb) von seinem Energieversorgungsunternehmen bezieht, ist die maximal bezogene Leistung. Hierbei wird normalerweise jeweils über eine Viertelstunde gemittelt: Man ermittelt die maximal innerhalb von 15 Minuten bezogene Energiemenge und dividiert diese durch 15 Minuten = 0,25 Stunden. Wenn Beispiel maximal 16 kWh innerhalb von 15 Minuten bezogen wurden, ist die Spitzenleistung 16 kWh / 0,25 h = 64 kW.

Weniger gebräuchlich ist der Begriff für Stromerzeuger, etwa Kraftwerke. Hier wären Begriffe wie die maximale Leistung oder Nennleistung angemessener.

Die Spitzenleistung eines Verbrauchers ist für die Stromrechnung relevant, wenn ein Stromtarif gewählt wurde, der einen Leistungspreis enthält. Sie gilt als ein (freilich sehr grobes) Maß dafür, in welchem Ausmaß der jeweilige Verbraucher dafür verantwortlich ist, dass Kraftwerks- und Stromnetzkapazitäten bereitgehalten werden müssen (auch ohne dass diese dauernd genutzt werden). Natürlich hängt die tatsächliche Beanspruchung der Kapazitäten auch davon ab, wie oft und vor allem zu welchen Zeiten die Spitzenleistung nachgefragt wird, aber dies wäre für eine tarifliche Erfassung meist zu kompliziert.

Betriebe mit Leistungstarif haben natürlich einen Anreiz, die Spitzenleistung möglichst zu begrenzen. Besonders versucht man seltene Leistungsspitzen zu vermeiden, die die Stromkosten ohne dringende Notwendigkeit erhöhen. Hierfür kann z. B. ein betriebsinternes Lastmanagement dienen, welche gewisse nicht unbedingt dauerhaft nötige Verbraucher in Zeiten hoher Last abschaltet. Eine andere, aber eher teurere Methode ist die Verwendung von Speichern für elektrische Energie, beispielsweise Batteriespeicher zur Abdeckung kurzfristiger Leistungsspitzen.

Siehe auch: Leistung, Stromtarif, Lastmanagement, Spitzenlast
sowie andere Artikel in den Kategorien elektrische Energie, Grundbegriffe

Teilen Sie den Link auf diesen Artikel mit anderen:

Die Startseite gibt Ihnen den Einstieg in das RP-Energie-Lexikon, auch mit Tipps zur Benutzung.
Hier finden Sie diverse Ratgeber-Artikel, insbesondere im Bereich der Haustechnik.
Hiermit wird Ihnen ein zufällig ausgewählter Lexikonartikel angezeigt.
Der RP-Energie-Blog präsentiert Interessantes und Aktuelles zum Thema Energie. Er ist auch als E-Mail-Newsletter erhältlich.
Hier finden Sie die Kontaktinformationen und das Impressum.
Werden Sie ein Sponsor des RP-Energie-Lexikons – des besten deutschsprachigen Energielexikons im Internet!
Hier erfahren Sie mehr über den Autor des RP-Energie-Lexikons und seine Grundsätze.
Hier können Sie die Artikel des RP-Energie-Lexikons nach Kategorien geordnet durchstöbern.
Verbreitete Irrtümer zu Energiefragen werden hier detailliert aufgedeckt.
Der Glossar fasst die Definitionen von Fachbegriffen aus den Artikeln zusammen.
Mit dem Energie-Quiz können Sie Ihr Wissen im Energiebereich testen und vertiefen.
Hier werden die Hintergründe des Projekts beschrieben, auch die gewählten Grundsätze.
Mit zigtausenden von Nutzern pro Monat ist das RP-Energie-Lexikon zu einer interessanten Werbeplattform geworden.
Vom Autor des RP-Energie-Lexikons können Sie auch Beratung erhalten, insbesondere zu Energie-Technologien.
Hier finden Sie die Liste aller Artikel zu einem bestimmten Anfangsbuchstaben.
Hier können Sie nach Artikeln suchen, deren Titel ein bestimmtes Stichwort enthalten.
(Beachten Sie auch die Volltextsuche beim Menüpunkt "Suche"!)