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Thermostat

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Definition: eine Vorrichtung zur automatischen Regelung einer Temperatur

Englisch: thermostat

Kategorien: Energieeffizienz, Haustechnik, Wärme und Kälte

Autor: Dr. Rüdiger Paschotta (G+)

Wie man zitiert; zusätzliche Literatur vorschlagen

Ursprüngliche Erstellung: 28.04.2010; letzte Änderung: 22.02.2017

Ein Thermostat ist eine Vorrichtung, die selbsttätig eine Temperatur regeln kann. In der Energietechnik werden Thermostate vielfältig eingesetzt:

Heizkörperthermostat

Abbildung 1: Ein Heizkörperthermostat, angebracht an der Unterseite des Heizkörpers. Diese Position ist zwar weniger praktisch, erlaubt aber eine genauere Temperaturregelung.

Thermostate können zur Energieeffizienz beitragen, indem sie dafür sorgen, dass eine Heiz- oder Kühlanlage nicht stärker arbeitet als notwendig.

Thermostate mit Zeitschaltuhr

Es gibt Thermostate, die über eine Zeitschaltuhr verfügen. Damit kann die Raumtemperatur für bestimmte Zeiten abgesenkt werden – auch individuell für einzelne Räume. Es kann also z. B. eine Nachtabsenkung realisiert werden, oder auch eine Absenkung für Zeiten, in denen bestimmte Räume immer unbenutzt bleiben. Besonders sinnvoll sind solche Maßnahmen offenkundig, wo ein Raum mit hohem Heizwärmebedarf regelmäßig nur zu bestimmten Zeiten gebraucht wird. Dies trifft z. B. für viele Badezimmer zu.

Richtige Verwendung von Thermostaten

Thermostate an Heizkörpern sollten entsprechend der gewünschten Raumtemperatur eingestellt werden. Es ist weder nötig noch sinnvoll, sie vorübergehend höher einzustellen, um die Raumtemperatur schneller zu erreichen. Solange der Raum (z. B. nach dem Lüften) zu kalt ist, wird der richtig eingestellte Thermostat die Heizleistung so hoch wie möglich einstellen und erst dann reduzieren, wenn die Temperatur genügend hoch wird. Wenn man von Hand zunächst eine höhere Einstellung wählt, wird der Raum nicht schneller aufgeheizt, sondern nur die Aufheizung nicht beendet, wenn die gewünschte Temperatur erreicht ist.

Wenn ein Raum mehrere Heizkörper enthält, sollten deren Thermostate gleich eingestellt werden, da so am ehesten eine gleichmäßige Verteilung der Heizleistung erreicht wird. Dies spielt vor allem für Wärmepumpenheizungen und Brennwertkessel eine Rolle, weil so die niedrigst mögliche Rücklauftemperatur des Heizwassers erreicht wird.

Eine optimale Regelbarkeit setzt oft einen sorgfältigen hydraulischen Abgleich der Heizungsanlage voraus.

Selbstregelnde Heizelemente ohne eigentliche Thermostatfunktion

Es gibt elektrische Heizelemente beispielsweise auf der Basis von sogenannten Kaltleitern, bei denen die Stromaufnahme und damit die Heizleistung mit zunehmender Temperatur automatisch abnimmt. Damit wird jedoch oft keine eigentliche thermostatische Wirkung erzielt, da die Abnahme der Heizleistung über einen größeren Temperaturbereich geschieht, also nicht eine bestimmte Temperatur präzise erreicht wird.

Siehe auch: Wärme, Zentralheizung, Heizkörper
sowie andere Artikel in den Kategorien Energieeffizienz, Haustechnik, Wärme und Kälte

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