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Volllastbetrieb

Definition: Betrieb einer Anlage mit voller Leistung

Englisch: full load operation

Autor: Dr. Rüdiger Paschotta (G+)

Wie man zitiert; zusätzliche Literatur vorschlagen

Ursprüngliche Erstellung: 19.10.2014; letzte Änderung: 04.07.2018

Wenn eine Anlage, beispielsweise ein Kraftwerk oder ein Verbrennungsmotor, mit der maximal möglichen Leistung betrieben wird, so wird dies als Volllastbetrieb bezeichnet.

Häufig, aber nicht immer, wird im Volllastbetrieb eine höhere Energieeffizienz (d. h. ein höherer Wirkungsgrad) erreicht als im Teillastbetrieb, weil die Anlage hierauf optimiert ist, weil sie auf diese Weise naturgemäß am besten funktionieren kann oder weil diverse von der Leistung unabhängige Energieverluste oder ein Eigenbedarf bei Volllast relativ gesehen am wenigsten ins Gewicht fallen. Auch ökonomisch gesehen ist der Volllastbetrieb meist am günstigsten, auch wegen der Fixkosten für die Aufrechterhaltung der Bereitschaft zum Betrieb.

Es gibt allerdings auch viele Fälle, wo der Teillastbetrieb effizienter ist. Dies gilt häufig, wo die Energieverluste mit der Leistung überproportional ansteigen – beispielsweise für Lüftungsanlagen (wegen der Strömungsverluste), Pumpanlagen, leistungsgeregelte Wärmepumpen und Hochspannungsleitungen.

Häufig wird für eine Anlage die Zahl der Volllaststunden angegeben. Dies bedeutet überraschenderweise nicht die Anzahl der Stunden, in denen die Anlage mit Volllast betrieben wird. Vielmehr gibt man damit an, für viele Stunden die Anlage mit Volllast betrieben werden müsste, um die gegebene Energieabgabe (z. B. innerhalb eines Jahres) zu erbringen.

Ob eine Anlage mit Volllast oder Teillast betrieben wird, hängt oft von äußeren Umständen ab. Beispielsweise müssen Kraftwerke oft im Teillastbetrieb arbeiten, wenn die Nachfrage nach elektrischer Energie in den Stromnetzen gering ist. Ähnlich müssen Verbrennungsmotoren von Autos häufig unter Teillast (mit oft sehr schlechtem Wirkungsgrad) betrieben werden, weil einfach nicht mehr Antriebsleistung benötigt wird. Bei Anlagen, die mit erneuerbarer Energie arbeiten (z. B. Windenergieanlagen) bestimmen oft primär die Wetterverhältnisse die jeweilige Leistungsabgabe.

Siehe auch: Teillastbetrieb, Wirkungsgrad, Volllaststunden

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