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Wärmedämmperimeter

Definition: die das beheizte Volumen eines Gebäudes umfassende Fläche, an der die Wärmeleitung am meisten behindert wird

Kategorien: Energieeffizienz, Grundbegriffe, Haustechnik, Wärme und Kälte

Autor: Dr. Rüdiger Paschotta (G+)

Wie man zitiert; zusätzliche Literatur vorschlagen

Ursprüngliche Erstellung: 28.10.2012; letzte Änderung: 22.02.2017

Der Wärmedämmperimeter bezeichnet die das beheizte Volumen eines Gebäudes umfassende Fläche, an der die Wärmeleitung am meisten behindert wird. Er wird bei der Planung festgelegt, indem man die Wärmedämmung an den entsprechenden Orten platziert.

Beispiele hierfür:

Eine nachträgliche Änderung des Dämmperimeters ist im Prinzip möglich, aber schwieriger. Deswegen sollte der Dämmperimeter unbedingt bei der Planung nach diversen Kriterien (siehe unten) richtig gelegt werden.

Nur Räume innerhalb des Wärmedämmperimeters zählen zur Gebäudenutzfläche und Energiebezugsfläche des Gebäudes. Unbeheizte Nebenräume auch innerhalb des Dämmperimeters zählen nicht dazu; sie bleiben relativ warm, werden aber nicht direkt beheizt.

Naturgemäß treten die höchsten Temperaturdifferenzen im Winter gerade an der Wärmedämmung auf: Ihre Innenseite ist annähernd so warm wie der beheizte Innenraum, die Außenseite dagegen fast so kalt wie die Außenluft.

Kriterien für die Platzierung des Wärmedämmperimeters

Ein lückenlos geschlossener Wärmedämmperimeter ist eine Grundanforderung an ein gut zu beheizendes Gebäude. Im Einzelfall sind bei seiner Platzierung diverse Aspekte zu berücksichtigen:

Siehe auch: Wärmedämmung, Wärmedämmverbundsystem, Wärmebrücke, Gebäudenutzfläche und Energiebezugsfläche
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