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Wäschetrockner

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Definition: ein Gerät, mit dem Wäsche nach dem Waschen getrocknet werden kann

Englisch: tumble dryer, laundry drier

Kategorien: Grundbegriffe, Haustechnik

Autor: Dr. Rüdiger Paschotta

Wie man zitiert; zusätzliche Literatur vorschlagen

Ursprüngliche Erstellung: 14.11.2014; letzte Änderung: 23.12.2014

Ein Wäschetrockner ist ein Gerät, mit dem Wäsche nach dem Waschen (z. B. in einer Waschmaschine) getrocknet werden kann. Meist wird ein Gerät verwendet, welches einzig diese Funktion erfüllt, obwohl es auch sogenannte Waschtrockner gibt, die waschen und trocknen können. Der Energieverbrauch solcher Geräte ist erheblich (meistens wesentlich höher als der der Waschmaschine) – allerdings abhängig von der Art des Geräts. Ein Verzicht auf die Benutzung eines Wäschetrockners gehört jedenfalls zu den Möglichkeiten des Energiesparens im Haushalt.

Funktionsprinzip von Wäschetrocknern

Die meisten Wäschetrockner sind Trommeltrockner, bei denen die Wäsche in einer Trommel ähnlich der einer Waschmaschine gehalten wird. Allerdings gibt es beispielsweise auch Trockenschränke, bei dem die Wäsche in einer Art geschlossenem Schrank aufgehängt wird. Diese sind allerdings nicht sehr gebräuchlich, weswegen sich der Rest des Artikels hauptsächlich auf Trommeltrockner konzentriert.

Das grundlegende Prinzip all dieser Geräte ist, dass warme Luft in die Wäschetrommel geblasen wird, dort Feuchtigkeit aufnimmt und diese abtransportiert. Jedoch kann dies auf unterschiedliche Weise erfolgen:

Ablufttrockner

Ablufttrockner

Abbildung 1: Prinzip eines Ablufttrockners.

Bei einem Ablufttrockner wird von einem Gebläse Luft aus dem Aufstellungsraum angesaugt, durch ein elektrisches Heizregister aufgewärmt und in die Wäschetrommel geleitet. Die mit Feuchtigkeit beladene Luft wird dann als Abluft ins Freie geleitet – oft durch einen Schlauch, der beispielsweise durch ein gekipptes Fenster nach außen führt, oder manchmal auch durch eine Bohrung in einer Außenwand. Die entsprechende Menge von Außenluft muss anderswo wieder in den Raum nachströmen, beispielsweise durch ein gekipptes Fenster.

Wenn beispielsweise 7 kg Wäsche (Trockengewicht) mit einer Restfeuchte von 60 % aus der Waschmaschine kommen, entspricht dies einer Wassermenge von 4,2 kg. Das Verdampfen dieser Wassermenge erfordert eine Wärmemenge (→ Verdampfungswärme) von 4,2 · 0,73 kWh = 3,1 kWh. Im Idealfall müsste das Heizregister genau diese Wärmemenge erzeugen; in der Praxis kann es noch etwas mehr sein. Dazu kommt noch ein wenig Energie für das Gebläse und den die Wäschetrommel bewegenden Elektromotor; insgesamt dürfte eine Menge von rund 3,5 kWh elektrische Energie verbraucht werden – fast 4 mal mehr, als das Waschen dieser Menge bei 60 °C (ohne Warmwasseranschluss) benötigen würde.

Obwohl der Ablufttrockner viel Wärme erzeugt, wird der Aufstellungsraum unter Umständen sogar abgekühlt, so dass ggf. noch zusätzliche Heizwärme benötigt wird.

Man beachte, dass der größte Teil der erzeugten Wärme mit der Abluft ins Freie abgegeben wird. Der Aufstellungsraum wird also dadurch nicht aufgeheizt. Im Gegenteil wird er sogar abgekühlt, wenn im Winter kalte Außenluft in den Raum nachströmt, um die abgeführte Abluft zu ersetzen. Hierdurch wird noch zusätzliche Heizwärme benötigt. Man mag den Luftdurchsatz des Trockners zwar als einen im Prinzip nützlichen Beitrag zur Belüftung des Raums ansehen, jedoch ist dieser Beitrag meist weitaus größer als nötig.

Mit Erdgas betriebene Ablufttrockner sind erheblich energieeffizienter als die mit Strom betriebenen.

Im Prinzip könnte der Primärenergieverbrauch reduziert werden, indem die Wärme für das Trocknen beispielsweise mit Erdgas anstelle von elektrischer Energie vorgenommen würde. Hierfür müsste aber entweder ein Trockner mit Erdgasbrenner und Gasanschluss verwendet werden (was es gibt), oder es müsste ihm Wärme von einer Heizungsanlage in Form heißen Wassers zugeführt werden. Beides ist zumindest für Geräte, wie sie im privaten Bereich eingesetzt werden, wenig praktikabel (zumindest in der Anschaffung relativ teuer) und wird deswegen selten verwendet. Im gewerblichen Bereich dagegen ist die Lösung mit Erdgasbrenner durchaus sinnvoll, eventuell auch für gemeinsam genutzte Waschküchen in Mehrfamilienhäusern.

Kondensationstrockner

Kondensationstrockner

Abbildung 2: Prinzip des Kondensationstrockners mit Luftkühlung.

In einem Kondensationstrockner wird die mit Feuchtigkeit beladene Luft in einem Kondensator abgekühlt, sodass ein Teil des Wasserdampfs zu flüssigem Wasser kondensiert, welches dann in einem Kondenswasserbehälter aufgefangen wird. Danach wird die Luft wieder im Heizregister erhitzt, um erneut für die Trocknung eingesetzt zu werden. Es besteht also ein geschlossener Umluft-Kreislauf im Gerät. Dieser enthält (in der Abbildung nicht gezeigt) auch ein Flusenfilter, welches die Verstopfung des Kondensators verhindern soll und häufig gereinigt werden sollte.

Der Kondensator ist bei den meisten Geräten ein Wärmeübertrager, in dem die feuchte Luft Wärme an Raumluft abgibt, die mithilfe eines weiteren Gebläses durch den Kondensator gedrückt wird. Die dabei erwärmte Luft wird wieder in den Aufstellungsraum zurückgegeben. Ein Abluftschlauch wird nicht benötigt, und eine zusätzliche Belüftung des Aufstellungsraums ebenfalls nicht.

Kondensationstrockner brauchen noch etwas mehr elektrische Energie als Ablufttrockner (vor allem in warmen Räumen). Dies liegt daran, dass die Luft nach Passieren des Kondensators immer noch eine erhebliche Menge von Feuchtigkeit trägt, also weniger Wasser aus der Wäsche aufnehmen kann. Deswegen wird insgesamt eine höhere umgesetzte Luftmenge benötigt.

Letztlich trägt praktisch die gesamte eingesetzte elektrische Energie zur Erwärmung des Aufstellungsraums bei. Die Luftfeuchtigkeit im Raum wird jedoch nicht erhöht; die relative Luftfeuchtigkeit kann sogar etwas abnehmen, indem die Raumtemperatur angehoben wird.

Ob die Erwärmung des Aufstellungsraums nützlich ist, hängt von den Umständen ab:

  • Während der Heizperiode ist der zusätzliche Heizeffekt durchaus nützlich, jedenfalls wenn er in beheizten Räumen auftritt (kaum jedoch bei Aufstellung in unbeheizten Kellerräumen). Man kann dann davon ausgehen, dass jede verbrauchte Kilowattstunde elektrischer Energie den Heizwärmebedarf um eine Kilowattstunde verringert, oder im Falle des Überheizens durch die hohe Leistung des Trockners etwas weniger. Allerdings ist elektrische Energie wesentlich teurer als Heizwärme (außer wenn ohnehin eine Elektroheizung benutzt wird), und bei Erzeugung in konventionellen Kraftwerken wird auch wesentlich mehr Primärenergie benötigt, was meist mit einer entsprechend höheren Umweltbelastung verbunden ist.
  • Außerhalb der Heizperiode ist die zusätzliche Erwärmung unnötig oder an heißen Tagen sogar lästig.

Einzelne Kondensationstrockner arbeiten mit Wasserkühlung statt mit Luftkühlung. Sie kühlen den Kondensator also mit kaltem Leitungswasser statt mit Raumluft. Dies hat zur Folge, dass zusätzlich ein Wasserverbrauch auftritt und dass die Abwärme größtenteils mit dem Abwasser abgeführt wird, anstatt dass sie in den Raum abgegeben wird. Vorteile sind, dass diese Bauweise platzsparender ist und dass der Stromverbrauch wegen der effektiveren Kühlung eventuell ein wenig geringer sein kann.

Wärmepumpentrockner

Wärmepumpentrockner

Abbildung 3: Prinzip des Wärmepumpentrockners.

Der Wärmepumpentrockner ist eine modifizierte Variante des Kondensationstrockners. Hier transportiert eine Wärmepumpe Wärme vom Kondensator zu einem zweiten Wärmeübertrager, in dem die Luft wieder aufgeheizt wird. Die Trocknung der Luft funktioniert also gleich wie in einem Kondensations-Luftentfeuchter.

Die Wärmepumpe wird mithilfe eines Elektromotors angetrieben. Der dadurch nötige Energiebedarf ist erheblich geringer als die dabei übertragene Wärmemenge. Deswegen reduziert sich der Strombedarf gegenüber einem konventionellen Kondensationstrockner um grob geschätzt die Hälfte. Die Trocknungszeit ist dabei meist erheblich länger als bei einem konventionellen Gerät, da die Leistung der eingesetzten Wärmepumpe normalerweise relativ gering ist.

Wie beim Kondensationstrockner verbleibt letztlich praktisch alle eingesetzte Energie als Wärme im Aufstellungsraum.

Wegen der deutlich höheren Herstellungskosten ist der Einsatz eines Wärmepumpentrockners nur rentabel, wenn er relativ viel verwendet wird. Bei einer gemeinsam genutzten Waschküche in einem Mehrfamilienhaus dürfte dies in aller Regel der Fall sein, in einem Zweipersonenhaushalt jedoch kaum.

Waschtrockner

Es gibt auch sogenannte Waschtrockner, die als Waschmaschine und Wäschetrockner dienen können und beide Vorgänge in einer einzigen Wäschetrommel erledigen. Dies erscheint zunächst sinnvoll, da so deutlich weniger Material benötigt wird als für zwei separate Geräte und die Gesamtkosten entsprechend geringer sind. Außerdem wird im Aufstellungsraum weniger Platz benötigt. Allerdings hat das Konzept auch wesentliche Nachteile, weswegen es nicht allzu häufig angewandt wird.

Eine stark gefüllte Wäschetrommel ist für das Waschen günstig, für das Trocknen jedoch nicht!

Ein Hauptproblem besteht darin, dass effizientes Waschen eine relativ starke Füllung der Wäschetrommel erfordert, die dann aber zu stark ist für das effiziente Trocknen. (Die warme Luft muss gut zwischen den Wäschestücken durchströmen können.) Deswegen sollte man bei gut gefüllter Trommel beispielsweise die Hälfte der Wäsche nach dem Waschen entfernen und ggf. in einem zweiten Durchgang trocknen. Dies dauert dann insgesamt ziemlich lange, und natürlich ist die Maschine während des Trocknung auch für einen weiteren Waschgang blockiert.

Ein weiteres Problem ist, dass bei einem Defekt der Maschine meist beide Funktionen zusammen ausfallen. Wenn beispielsweise Komponenten für das Waschen defekt sind und der Reparaturaufwand bei einem alten Gerät zu hoch wäre, verliert man gleichzeitig auch den Trockner.

Raumluft-Wäschetrockner

Sogenannte Raumluft-Wäschetrockner unterstützen das Trocknen von Wäsche auf der Leine, indem sie die Raumluft trocknen und gleichzeitig in Bewegung setzen. Dieser relativ energieeffiziente Ansatz wird weiter unten erklärt (unter “Andere Ansätze zum Wäschetrocknen”).

Schonung der Wäsche beim Trocknen

In den üblichen Trommeltrocknern wird die Wäsche durch die Trommelbewegung und den warmen Luftstrom moderat mechanisch bewegt und thermisch belastet. Dies führt gegenüber dem Trocknen an der Leine dazu, dass sich die Wäsche angenehmer anfühlt. Allerdings entsteht dadurch besonders bei empfindlichen Materialien (etwa Wolle, Seide oder bestimmte Synthetikstoffen) ein merklicher Verschleiß. Empfindliche Wäschestücke sollten deswegen mit einer niedrigeren Temperatur getrocknet werden (also mit einem speziellem Programm des Trockners) oder dürften evtl. gar nicht maschinell getrocknet werden. Im Zweifelsfall sollte beispielsweise mithilfe von Etiketten auf der Kleidung geklärt werden, ob die Kleidung für das maschinelle Trocknen überhaupt geeignet ist.

Minimierung des Energieverbrauchs des Wäschetrockners

Welche Art von Trockner energetisch am günstigsten ist, hängt von den jeweiligen Bedingungen ab.

Die erste wichtige Maßnahme ist die Auswahl eines geeigneten und möglichst sparsamen Geräts. Wenn das Gerät in einem beheizten Raum aufgestellt werden soll (beispielsweise im Badezimmer), dürfte ein Kondensationstrockner (evtl. in Form eines Wärmepumpentrockners) die beste Wahl sein. Der etwas höhere Strombedarf wird nämlich mehr als ausgeglichen durch die resultierende Einsparung an Heizwärme. Generell kann die heute vorgeschriebene Energieverbrauchskennzeichnung den Vergleich verschiedener Geräte sehr erleichtern. Hierbei ist zu beachten, dass die Energieeffizienzklasse A längst nicht mehr die beste ist; es gibt beispielsweise Geräte der Klasse A-50 %, die rund die Hälfte weniger verbrauchen. Bei regelmäßiger Benutzung dürfte sich jedoch die Anschaffung eines sparsameren Geräts schnell bezahlt machen, auch wenn es etwas teurer ist.

Der Energiebedarf aller Wäschetrockner hängt stark davon ab, welchen Wassergehalt die feuchte Wäsche hat. Es ist deswegen günstig, wenn das Schleudern in der Waschmaschine mit einer möglichst hohen Drehzahl erfolgt, sodass viel Wasser bereits dort aus der Wäsche gedrückt wird. (Ideal ist die Schleuderwirkungsklasse A.) Wenn eine Waschmaschine keine hohe Schleuderdrehzahl erlaubt, kann der zusätzliche Einsatz einer Wäscheschleuder sinnvoll sein. Deren Strombedarf ist weitaus geringer als die mögliche Einsparung im Wäschetrockner.

Wenn möglich, sollte man nur bis zur Bügelfeuchte gehen und die Wäsche dann bald danach bügeln.

Die meisten Trockner gestatten die Einstellung des gewünschten Trocknungsgrads; der Trockenvorgang läuft so lange, bis dieser Grad erreicht wird. Wenn die Wäsche schranktrocken werden muss, wird erheblich mehr Energie benötigt, als wenn ein etwas höherer Restfeuchtegrad toleriert wird (z. B. bügelfeucht oder gar mangelfeucht). Wenn es zeitlich eingerichtet werden kann, ist es sicher sinnvoll, nur bis auf bügelfeucht zu gehen und die Wäsche dann möglichst bald zu bügeln – was beim erhöhten Feuchtegrad auch besser funktioniert.

Gerade bei einem Kondensationstrockner oder Wärmepumpentrockner sollte das Flusensieb nach jedem Trockengang sorgfältig gereinigt werden. Wenn es nämlich die Luft nicht mehr gut durchlässt, erhöht dies den Stromverbrauch.

Viele Geräte lassen sich mithilfe einer einstellbaren Startverzögerung auch nachts betreiben, sodass man billigeren Nachtstrom einsetzen kann. Dies muss freilich nicht unbedingt ökologisch vorteilhaft sein. Wer eine Photovoltaikanlage betreibt, wird einen Wäschetrockner sogar möglichst zur Mittagszeit einsetzen, wenn die Anlage besonders viel produziert.

Andere Ansätze zum Wäschetrocknen

Betrachten wir an der Leine hängende Wäsche als Zeichen eines tiefen sozialen Status, oder aber als Zeichen von Umweltbewusstsein?

Wäsche kann ohne jeden Energieverbrauch getrocknet werden, indem man sie im Freien an einer Leine aufhängt. Dies setzt freilich genügend gutes Wetter voraus, und der Anblick aufgehängter Wäsche im Garten ist oft unerwünscht. Vorteilhaft ist die direkte Sonneneinstrahlung, die die Trocknung sehr beschleunigt, allerdings auch Farbstoffe ausbleichen kann.

Wäscheleinen können auch beispielsweise in Kellerräumen aufgehängt werden. Hier stellt sich aber die Frage, wohin die Feuchtigkeit letztlich gelangen soll. Wenn aus dem Raum keine Feuchtigkeit abgeführt wird, steigt die Luftfeuchtigkeit sehr schnell an, sodass einerseits die Trocknung der Wäsche gestoppt wird und andererseits Feuchteschäden entstehen können. Eine mögliche Lösung ist, für eine ausreichende Belüftung des Raums zu sorgen, sodass die Feuchtigkeit nach außen abgeführt wird (mit Kontrolle durch ein Hygrometer). Wenn dies über ein gekipptes Fenster geschieht, kann im Winter eine erhebliche Auskühlung des Raums die Folge sein, was die Trocknung verlangsamt und eventuell auch den Heizwärmebedarf des Hauses erhöht. (Oft vergisst man dann auch, das Fenster nach dem Trocknen wieder zu schließen.) Günstiger ist das kontrollierte Abführen der feuchten Luft über einen automatisch je nach Luftfeuchtigkeit gesteuerten Ventilator, kombiniert mit einer kontrollierten Zufuhr von Frischluft.

Soll man Wäsche im Heizkeller trocknen?

Ein Heizkeller, in dem eine konventionelle Ölheizung oder Gasheizung aufgestellt ist, mag zunächst als sehr geeignet für die Wäschetrocknung erscheinen, da die Heizungsanlage in der Regel die Verbrennungsluft dem Raum entnimmt und anderswo entsprechend Frischluft nachströmt. Allerdings gelang die Feuchtigkeit dadurch in den Schornstein. Bei einem konventionellen Schornstein in Verbindung mit einem Niedertemperaturheizkessel kann die zusätzliche Feuchtigkeit auf Dauer zur Versottung (Durchfeuchtung) führen, also zu möglicherweise schweren Schäden am Schornstein. Kein Problem tritt jedoch auf, wenn eine feuchteresistente Abgasleitung anstelle eines Schornsteins verwendet wird. Auch ein Luft-Abgas-System, wie es bei Verwendung eines Brennwertkessels häufig eingesetzt wird, ist nicht betroffen von zusätzlicher Feuchtigkeit, nur trägt eine solche Anlage auch nicht zur Belüftung des Aufstellungsraums bei.

Luftentfeuchter und Raumluft-Wäschetrockner beschleunigen die Trocknung und verhindern eine Überfeuchtung des Raums. Sie arbeiten auch relativ energieeffizient.

Eine andere Möglichkeit ist der Einsatz eines Geräts, welches die Feuchtigkeit aus der Raumluft entfernt. Im Prinzip kommt hierfür ein einfacher Luftentfeuchter infrage, der relativ kostengünstig erworben werden kann. Nach dem gleichen Prinzip arbeiten Raumluft-Wäschetrockner, nur dass diese einen stärkeren Luftstrom im Raum erzeugen, was die Trocknung der Wäsche beschleunigt. Ihre Entfeuchtungsleistung ist meist auch höher als der eines kleinen Luftentfeuchters. Der Strombedarf für das Trocknen mit solchen Geräten ist meist deutlich geringer als z. B. mit einem Kondensationstrockner; für Wäsche mit 7 kg Trockengewicht können es weniger als 2 kWh sein. Solche Geräte sind in der Schweiz recht verbreitet, wohl weil auch die gemeinsame Nutzung einer Waschküche mit vom Vermieter gestellten Geräten dort recht üblich ist. Ein leistungsfähiger Raumluft-Wäschetrockner ist dann auch für die gleichzeitige Trocknung der Waschgänge mehrerer Mietparteien ausreichend.

Kleine Mengen von Wäsche können auch ohne zusätzliche Belüftung in Wohnräumen (beispielsweise auf einem kleinen Gestell) getrocknet werden. Im Winter kann die dadurch entstehende Erhöhung der relativen Luftfeuchtigkeit sehr erwünscht sein. Jedoch sollte man die Luftfeuchtigkeit mit einem Hygrometer überwachen und darauf achten, dass die Luftfeuchtigkeit nie zu hoch wird. Insbesondere bei schlecht wärmegedämmten Gebäuden sollte man im Winter nicht länger dauernd wesentlich über 60 % gehen.

Siehe auch: Waschmaschine, Luftfeuchtigkeit, Luftentfeuchter
sowie andere Artikel in den Kategorien Grundbegriffe, Haustechnik

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