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Acronym: GTZ
Definition: ein Maß für die klimatischen Bedingungen am Standort eines Gebäudes, welches Einfluss auf den jährlichen Transmissionswärmeverlust und somit auch auf den Heizwärmebedarf hat
Die jährliche Gradtagszahl (GTZ) für den Standort eines Gebäudes kann aus der Häufigkeitsverteilung der Außentemperaturen berechnet werden. Sie sind ein Maß für die klimatischen Bedingungen, welches Einfluss auf den jährlichen Transmissionswärmeverlust und somit auch auf den Heizwärmebedarf hat. Eine verwandte Größe sind die Heizgradtage (HGT).
Das Grundprinzip der Gradtagszahl besteht darin, dass man für jede vorkommende Außentemperatur unterhalb der Heizgrenze (in Deutschland 15 °C) die Differenz zwischen Innentemperatur (20 °C) und Außentemperatur mit der jeweiligen Anzahl der Tage multipliziert. Beispielsweise ergäbe sich ein Beitrag von 30 · 15 = 450 zur Gradtagszahl, wenn die Außentemperatur an 30 Tagen bei 5 °C liegt, also um 15 Kelvin unterhalb der Raumtemperatur von 20 °C.
Tage mit Außentemperaturen oberhalb der Heizgrenze sowie Tage außerhalb der Heizperiode (z. B. 1. September bis 31. Mai) werden nicht mitgezählt. Die Details der Berechnung können je nach Norm etwas abweichen.
Innerhalb von Deutschland gibt es erhebliche Unterschiede der mittleren jährlichen Gradtagszahlen. Beispielsweise erhält man für Freiburg den Wert von 3400, für Lübeck dagegen 4000 und für München 4265.
Die jährliche Gradtagszahl kann zur Abschätzung des Transmissionswärmeverlusts eines Hauses verwendet werden. Solare und innere Wärmegewinne sowie die Lüftungsverluste sind separat zu berücksichtigen, wenn der Heizwärmebedarf berechnet wird.
Siehe auch: Heizgradtage