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Definition: eine in der Physik gebräuchliche Temperatureinheit
Eine in Physik und Technik gebräuchliche Einheit für die Temperatur und insbesondere für Temperaturdifferenzen ist das Kelvin, benannt nach Lord Kelvin. Früher sprach man von Grad Kelvin (°K), heute nur noch von Kelvin.
Der Nullpunkt der Kelvin-Skala entspricht dem absoluten Nullpunkt der Temperatur, der in der Celsius-Skala bei ca. −273,15 °C liegt. Bei dieser (praktisch nicht exakt erreichbaren) Temperatur würde jegliche mikroskopische Wärmebewegung der Materie entfallen, d. h. die innere Energie würde den minimal möglichen Wert annehmen. Die Schrittgröße der Kelvin-Skala entspricht definitionsgemäß genau der der Celsius-Skala. Also erhält man die Temperatur in Kelvin aus der Temperatur in Grad Celsius (°C), indem man zum Zahlenwert ca. 273,15 hinzuzählt. So entsprechen 100 °C beispielsweise ca. 373,15 K.
Da die Kelvin-Grade den Abstand zum absoluten Temperaturnullpunkt angeben, sind sie in der Thermodynamik sehr wichtig. Beispielsweise muss man in der Formel für den Carnot-Wirkungsgrad einer Wärmekraftmaschine
die beiden Temperaturen als absolute Temperaturen in Kelvin eingeben. Ebenso müssen in Formeln für Boltzmann-Verteilungen stets Kelvin-Temperaturen eingegeben werden.
Normgemäß sind außerdem Temperaturdifferenzen stets in Kelvin anzugeben, nicht etwa in °C. Beispielsweise ist kochendes Wasser (bei Normaldruck) um 100 K wärmer als Eiswasser.
In der Energietechnik sind häufig Temperaturdifferenzen relevant. Beispielsweise hängt die Dichte des Wärmestroms durch eine Wärmedämmung von der Temperaturdifferenz zwischen beiden Seiten ab, die also in Kelvin angegeben wird. Deswegen wird der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) eines Bauteils oder einer Hauswand in Einheiten von W / (m2 K) (Watt pro Quadratmeter und Kelvin) angegeben, und nicht etwa in W / (m2 °C).
Siehe auch: Temperatur