header
www.energie-lexikon.info
Das RP-Energie-Lexikon

Stromkennzahl

<<<  |  >>>  |  Feedback

Extra-Artikel

Tipp: Neben den Lexikon-Artikeln gibt es noch diverse interessante Extra-Artikel!

Quecksilber-Hysterie

Der aktuelle Film "Bulb Fiction" über Energiesparlampen betreibt Panikmache – ein Artikel über Quecksilber in Lampen und eine Kritik des Films klären die Fakten.

Werden Sie Sponsor!

Sie können den Aufbau dieses Lexikons als Sponsor unterstützen. Damit leisten Sie einen Beitrag für die Allgemeinheit, der von vielen Lesern wahrgenommen wird.

Alle Zeigefinger auf China?

Dieser Artikel lädt ein, Ansichten über die chinesischen CO2-Emissionen so­wie über unsere Beiträge zum Klima­schutz zu überdenken.

Streif Fertighäuser

Definition: das Verhältnis von nutzbarer elektrischer und thermischer Energie in einer Anlage mit Kraft-Wärme-Kopplung

Die Stromkennzahl einer Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage, z. B. eines Heizkraftwerks, ist das Verhältnis der abgegebenen elektrischen Leistung zur nutzbaren Wärmeleistung. Dieser Wert hängt nicht nur von der Art der Anlage ab, sondern auch stark von ihrer Betriebsweise. Wenn beispielsweise ein stromgeführter Betrieb erfolgt, bei dem zeitweise eine vollständige Abwärmenutzung nicht möglich ist, kann die Stromkennzahl höher sein.

Eine hohe Stromkennzahl ist im Prinzip wünschenswert, da ein hoher Anteil elektrischer Energie wegen derer höheren Wertigkeit (ihres höheren Exergie-Anteils) nützlich ist. Jedoch ist die Stromkennzahl allein kein gutes Maß für die Energieeffizienz, da sie z. B. auch steigt, wenn bei unverändertem elektrischen Wirkungsgrad der thermische Wirkungsgrad sinkt, also mehr Abwärme verloren geht. Jedoch wäre auch der Gesamtwirkungsgrad (Summe von elektrischem und thermischen Wirkungsgrad) kein gutes Maß, da er die Wertigkeit der verschiedenen Energieformen ignoriert. Das wohl sinnvollste Maß für die Energieeffizienz ist ein gewichteter Wirkungsgrad, bei dem der elektrische Wirkungsgrad stärker (beispielsweise dreimal stärker) gewichtet wird.

Mikro-Blockheizkraftwerke haben oft nur bescheidene Stromkennzahlen unterhalb von 0,3, während größere Anlagen je nach verwendeter Wärmekraftmaschine (z. B. Gasturbine oder Dieselmotor) Werte deutlich oberhalb von 0,4 erzielen können. Bei größeren Heizkraftwerken kommen auch Stromkennzahlen von fast 1 vor, dann aber mit erheblichen Anteilen von ungenutzter Abwärme.

Siehe auch: Kraft-Wärme-Kopplung, Wirkungsgrad, Energieeffizienz

Kategorien: Grundbegriffe, elektrische Energie, Energieeffizienz

Wie gefällt Ihnen dieser Artikel?

Ihr Gesamteindruck: weiß nicht unbefriedigend in Ordnung gut ausgezeichnet
Fachliche Qualität: weiß nicht unbefriedigend in Ordnung gut ausgezeichnet
Lesbarkeit: weiß nicht unbefriedigend in Ordnung gut ausgezeichnet
Verdient dieser Artikel (oder das Energie-Lexikon insgesamt) Ihrer Ansicht nach Links von anderen Websites?
  nein eventuell ja
Kommentar:

Wenn Sie eine Antwort möchten, können Sie Ihre E-Mail-Adresse im Kommentarfeld hinterlassen oder direkt ein E-Mail senden. Letztere Methode führt meist zu schnelleren Antworten.

Start Extra-Artikel Projekt Feedback
Kategorien Glossar Sponsoren Kontakt
S