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Energieproduktivität

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Definition: eine Maßzahl für die Energieeffizienz einer Volkswirtschaft

Die Energieproduktivität einer Volkswirtschaft wird berechnet als ihr Bruttoinlandsprodukt (BIP) dividiert durch den Primärenergieverbrauch (PEV). Es entsteht also ein hoher Wert, wenn eine Volkswirtschaft viele Werte (Sachwerte und Dienstleistungen) erzeugt und trotzdem wenig Primärenergie verbraucht; man kann dann davon sprechen, dass diese Wirtschaft mit hoher Energieeffizienz arbeitet.

Der Kehrwert der Energieproduktivität, d. h. der Energieverbrauch pro erzeugter Werteinheit, ist die Energieintensität. Solche Kennzahlen können sich anstatt auf eine ganze Volkswirtschaft auch auf bestimmte Industrien oder Güter beziehen.

Allerdings ist die Aussagekraft der so definierten Energieproduktivität oder Energieintensität aus den verschiedensten Gründen sehr begrenzt:

Deswegen kann die Energieproduktivität oder ihre zeitliche Entwicklung allenfalls als ein sehr grobes Anzeichen z. B. für die Auswirkungen einer bestimmten Energiepolitik oder Industriepolitik gelten, welches mit Vorsicht zu interpretieren ist. Im Übrigen ist zu beachten, dass eine Lösung von Knappheitsproblemen bei Rohstoffen und von ökologischen Problemen letztendlich eine Senkung des Energieverbrauchs notwendig macht und nicht lediglich eine Erhöhung der Energieproduktivität.

Siehe auch: Energieeffizienz

Kategorien: Grundbegriffe, Energieeffizienz

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