header
www.energie-lexikon.info
Das RP-Energie-Lexikon

Energiedienstleistung

<<<  |  >>>  |  Feedback
Streif Fertighäuser

Extra-Artikel

Tipp: Neben den Lexikon-Artikeln gibt es noch diverse interessante Extra-Artikel!

Werden Sie Sponsor!

Sie können den Aufbau dieses Lexikons als Sponsor unterstützen. Damit leisten Sie einen Beitrag für die Allgemeinheit, der von vielen Lesern wahrgenommen wird.

Alle Zeigefinger auf China?

Dieser Artikel lädt ein, Ansichten über die chinesischen CO2-Emissionen so­wie über unsere Beiträge zum Klima­schutz zu überdenken.

Quecksilber-Hysterie

Der aktuelle Film "Bulb Fiction" über Energiesparlampen betreibt Panikmache – ein Artikel über Quecksilber in Lampen und eine Kritik des Films klären die Fakten.

Definition: ein Nutzeffekt, der eng mit Energieumsatz gekoppelt ist

Der Begriff der Energiedienstleistung wurde in den USA Anfang der 1980er Jahre entwickelt. Er umfasst physikalische Nutzeffekte, die eng mit dem Umsatz von Energie gekoppelt sind. Beispiele hierfür sind:

Die Grundidee hinter der Einführung des Begriffs Energiedienstleistung ist, dass das Augenmerk auf die Dienstleistung (den Nutzeffekt) und nicht primär auf die eingesetzte Energie gerichtet werden sollte. Dadurch wird beispielsweise bewusst gemacht, dass das eigentliche Ziel der Beheizung von Gebäuden nicht die Lieferung von Wärme ist, sondern das Halten einer behaglichen Temperatur. Dies lässt sich auch mit geringem Einsatz von Wärme und damit von Primärenergie erreichen, wenn das Gebäude mit einer guten Wärmedämmung ausgestattet ist. Grundsätzlich hängt die Menge der benötigten Primärenergie von der erzielten Energieeffizienz ab.

In der Praxis kann es sinnvoll sein, dass gewisse Energiedienstleistungen als solche und nicht etwa bestimmte Energiemengen von einem Energieversorger eingekauft werden. Ein Schritt in diese Richtung ist das Energie-Contracting. Der Versorger übernimmt dann die Lieferung der Wärme anstelle eines Energieträgers, mit dem der Kunde in einer eigenen Anlage Wärme erzeugen würde. Der Versorger installiert und betreibt selbst einen Wärmeerzeuger (z. B. eine Wärmepumpe, einen Heizkessel oder ein Blockheizkraftwerk) beim Kunden, oder installiert einen Fernwärmeanschluss. Er verrechnet dem Kunden nicht die Anlagekosten und die benötigte Primärenergie, sondern nur die gelieferte Wärmemenge. Der Hauptvorteil dieses Ansatzes ist, dass ein Energieversorger sich leichter als der Kunde umfassend über die beste Lösung informieren kann und dass er die benötigten Anlagen kostengünstiger anschaffen und betreiben kann. Ebenfalls kann der Finanzierungsaspekt relevant sein: Der Energieversorger kann hohe Anfangsinvestitionen eher als der Bauherr eines Hauses finanzieren und dann über die Wärmelieferung über viele Jahre amortisieren.

Wenn das Prinzip der Energiedienstleistung konsequent weiterentwickelt wird, besorgt der Energieversorger das Warmhalten des Hauses, indem er ggf. sogar eine Wärmedämmung installiert. Der Versorger würde also wirklich die Energiedienstleistung liefern und verrechnen, nicht die Energielieferung. Diese Art von Angebot scheint allerdings bislang nicht zu bestehen – vielleicht wegen der Problematik, dass die nötigen Eingriffe in die Bausubstanz eine enge Interaktion mit dem Kunden und sehr langfristige Verträge voraussetzen würden. Es gibt aber Dienstleister, die auf eigene Rechnung andere Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz (auch im Bereich des Verbrauchs elektrischer Energie) vornehmen und dafür an den erzielten Einsparungen beteiligt werden.

Siehe auch: Energie, Energie-Contracting, Energieeffizienz

Kategorien: Grundbegriffe, Energieeffizienz

Wie gefällt Ihnen dieser Artikel?

Ihr Gesamteindruck: weiß nicht unbefriedigend in Ordnung gut ausgezeichnet
Fachliche Qualität: weiß nicht unbefriedigend in Ordnung gut ausgezeichnet
Lesbarkeit: weiß nicht unbefriedigend in Ordnung gut ausgezeichnet
Verdient dieser Artikel (oder das Energie-Lexikon insgesamt) Ihrer Ansicht nach Links von anderen Websites?
  nein eventuell ja
Kommentar:

Wenn Sie eine Antwort möchten, können Sie Ihre E-Mail-Adresse im Kommentarfeld hinterlassen oder direkt ein E-Mail senden. Letztere Methode führt meist zu schnelleren Antworten.

Start Extra-Artikel Projekt Feedback
Kategorien Glossar Sponsoren Kontakt
E