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Heizungs-Umwälzpumpe

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Definition: eine Pumpe, die in einem Zentralheizungssystem das Heizwasser umwälzt

Heizungs-Umwälzpumpe

Abbildung 1: Eine Heizungs-Umwälzpumpe in einem Mehrfamilienhaus.

Bei einer Zentralheizung wird die erzeugte Heizwärme fast immer mit Hilfe vom warmen Wasser von dem Wärmeerzeuger (z. B. einem Heizkessel oder einer Wärmepumpe) zu den Heizkörpern oder einer Fußbodenheizungsinstallation transportiert. Das Heizwasser muss hierfür in der Regel mit einer Heizungs-Umwälzpumpe (auch Heizkreispumpe genannt) bewegt werden, die sich in der Nähe des Wärmeerzeugers (im Heizkeller) befindet, und zwar entweder im Vorlauf oder (heute üblicher und auch meist besser) im Rücklauf. Kaum mehr verwendet werden Schwerkraft-Systeme, bei denen das Heizwasser allein durch die Temperaturunterschiede umgewälzt wird, ohne dass eine Pumpe benötigt wird. Dies funktioniert nämlich nur dann zuverlässig, wenn relativ hohe Vorlauftemperaturen verwendet werden (was heute meist nicht mehr der Fall ist) und die Druckverluste in den Leitungen gering sind (was dicke Leitungen ohne starke Biegungen voraussetzt).

In einem Heizkeller können sich zusätzliche Umwälzpumpen befinden, z. B. für die Versorgung eines Warmwasserspeichers. Solche Pumpen laufen häufig nur kurzzeitig (während der Speicheraufladung), weswegen ihr Energiebedarf weniger ins Gewicht fällt.

Benötigte Pumpenleistung

Die Umwälzpumpe soll genügend leistungsstark sein, um eine ausreichende Menge von Heizwasser umwälzen zu können. Hierfür muss sie gegen einen gewissen Gegendruck arbeiten, der durch Strömungsverluste in den Rohrleitungen entsteht und durch Heizkörperventile (evtl. mit Thermostaten) weiter erhöht werden kann. Wenn zu wenig Heizwasser umgepumpt wird, muss für eine ausreichende Heizleistung die Vorlauftemperatur angehoben werden, was meist unerwünscht ist.

Andererseits ist auch eine unnötige starke Umwälzung unerwünscht, weil die Pumpe dann unnötig viel elektrische Energie verbraucht, womöglich auch lästige Strömungsgeräusche erzeugt (z. B. an Heizkörperventilen) und die Rücklauftemperatur ansteigen lässt. Letzteres kann die Effizienz z. B. einer Wärmepumpe oder eines Brennwertkessels beeinträchtigen. Ein Indiz für eine unnötig hohe Pumpenleistung ist, wenn die Rücklauftemperatur häufig nur wenige Grade unter der Vorlauftemperatur liegt.

Energiebedarf von Umwälzpumpen

Der elektrische Energiebedarf von Heizungsumwälzpumpen ist häufig erheblich und weitaus höher als technisch unvermeidbar. Dies kann verschiedene Ursachen haben:

In ungünstigen Fällen kann die ungeregelte Heizungs-Umwälzpumpe in einem Einfamilienhaus durchaus 100 W betragen und damit mehr als 25 % des gesamten Strombedarfs ausmachen (häufig mehr als alle Standby-Verbraucher zusammen). Häufig lohnt sich deswegen der Austausch der Pumpe gegen eine moderne Hocheffizienzpumpe sowohl ökonomisch als auch ökologisch, selbst wenn die alte Pumpe noch jahrelang funktioniert hätte. Die finanzielle Amortisation des Austausches erfolgt häufig schon in wenigen Jahren. Gute Umwälzpumpen sind häufig mit einem Energielabel versehen.

Die richtige Wahl und Einstellung einer Heizungsumwälzpumpe ist ein wesentlicher Teil des hydraulischen Abgleichs der Zentralheizungsanlage.

Selbstverständlich sollte eine Heizungs-Umwälzpumpe abgeschaltet werden, sobald die Umwälzung im Heizkreis unnötig – beispielsweise im Sommer, oder auch teilweise zur Nachtzeit. Dies erfolgt bei vielen Anlagen automatisch im Zuge der Nachtabsenkung. Bei alten Anlagen muss dies manuell geschehen und wird dann leicht vergessen, wodurch unter Umständen monatelang eine elektrische Leistung von 100 W verschwendet wird. Bei modernen Anlagen wird die Pumpe automatisch an- und ausgeschaltet, so dass dies nicht passieren kann.

Bei längerem Verbleiben im ausgeschalteten Zustand kann eine Umwälzpumpe festsitzen. Dies kann verhindert werden, indem man die Pumpe in den Sommermonaten gelegentlich kurz einschaltet. (Wenige Sekunden genügen.) Manche elektronische Pumpenregelung tut dies automatisch.

Wärmedämmung

Ein weiterer energetischer Aspekt von Umwälzpumpen ist, dass alte Pumpen häufig nicht wärmegedämmt sind und somit unnötige Wärme in den Heizraum verlieren. Moderne Pumpen enthalten eine Wärmedämmung (z. B. aus Schaumstoff) zumindest für den wasserführenden Teil.

Siehe auch: Zentralheizung, Vorlauftemperatur, hydraulischer Abgleich von Zentralheizungsanlagen

Kategorie: Wärme

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