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Definition: ein Heizsystem, bei dem der Fußboden erwärmt wird

Hätten Sie vielleicht eine schöne Fotografie von den Rohrschlangen eines Fußbodenheizsystems, die Sie für das RP-Energie-Lexikon zur Verfügung stellen könnten?
Eine Fußbodenheizung erwärmt den Fußboden einer Wohnung. In eher seltenen Fällen basiert eine Fußbodenheizung auf elektrischen Heizschlangen oder Heizstäben im Boden, da eine solche Elektro-Direktheizung ineffizient ist. Meist ist die Fußbodenheizung Teil einer Zentralheizung; von einem zentralen Wärmeerzeuger (z. B. einer Wärmepumpe oder einem Heizkessel) wird Wasser mit einer Vorlauftemperatur von z. B. bis zu 35 °C durch Wasserrohre im Fußboden geführt. Die Wärme wird so sehr großflächig und gleichmäßig abgegeben. In einem Haus mit guter Wärmedämmung ist die Anhebung der Temperatur des Bodens (an der Oberfläche) so gering, dass man sie kaum spürt.
Die Rohrleitungen im Fußboden bestehen meist aus einem Kunststoff, seltener aus Kupfer. Sie können z. B. mäanderförmig oder schneckenförmig verlegt werden. Eine wichtige Unterscheidung ist die zwischen nass und trocken verlegten Systemen:
Die nötige Vorlauftemperatur für die Erzielung einer gewissen Heizleistung hängt davon ab, wie gut der Wärmeübergang von den Heizschlangen in den Raum ist. Dies hängt deutlich von Details der Verlegung der Rohre ab, ebenso vom darüber angebrachten Bodenmaterial. Besonders niedrige Vorlauftemperaturen sind möglich mit Steinböden; höhere Temperaturen werden für Parkettböden und Teppichböden benötigt.
In Badezimmern werden die Heizschlangen meist etwas enger verlegt, um die dort erwünschte etwas höhere Raumtemperatur zu erreichen. Dagegen können die Heizschlangen in Räumen ohne oder mit nur wenig Außenwandanteil in größerem Abstand verlegt werden.
Unter den Heizschlangen wird in der Regel eine Wärmedämmschicht angebracht, um das Entweichen der Wärme nach unten und auch eine noch größere thermische Trägheit zu vermeiden.

Abbildung 1: Thermografieaufnahme eines Zimmers mit Fußbodenheizung. Quelle: Sammlung “Wärmebilder 2007–2010” von André Masson.
Im Vergleich zu Zentralheizungen mit Heizkörpern weisen Fußbodenheizungen etliche Vorteile auf:
Es gibt jedoch auch Nachteile von Fußbodenheizungen:
Eine Wärmepumpenheizung sollte wenn immer möglich mit einer Fußbodenheizung kombiniert werden, da die niedrige Vorlauftemperatur eine wesentlich höhere Jahresarbeitszahl und damit einen niedrigeren Energieverbrauch ermöglicht. Bei Systemen mit einem Heizkessel dagegen ist die Energieeinsparung durch eine Fußbodenheizung nicht sehr ausgeprägt.
Im Falle einer Wärmepumpenheizung sollte eine Fußbodenheizung besonders sorgfältig auf eine niedrige Vorlauftemperatur ausgelegt werden. Selbstverständlich muss auch die Heizungsregelung so eingestellt werden, dass sie mit möglichst niedriger Vorlauftemperatur arbeitet. Es ist ineffizient, eine unnötig hohe Vorlauftemperatur zu erzeugen und die Heizleistung dann von Einzelraumthermostaten begrenzen zu lassen. Vor allem im Falle eines gut wärmegedämmten Hauses, bei dem die Vorlauftemperatur sehr niedrig sein kann, dürfte der Energieverbrauch ohne Einzelraumthermostate eher niedriger sein, weil so die Gefahr einer unnötig hohen Vorlauftemperatur vermieden wird. Diese Situation würde dann nämlich sofort erkannt, da die Raumtemperatur zu hoch würde.
Eine Nachtabsenkung bei der Fußbodenheizung ist wenig sinnvoll, vor allem in Verbindung mit einer Elektrowärmepumpe. Dies spricht jedoch keineswegs gegen eine Fußbodenheizung, insbesondere in Gebäuden mit guter Wärmedämmung.
Siehe auch: Zentralheizung, Wandheizung, Flächenheizung