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Definition: ein Verbrennungsmotor mit fremdgezündeter innerer Verbrennung

Ein Ottomotor, benannt nach dem Erfinder Nikolaus August Otto, ist ein verbreiteter Typ von Verbrennungsmotor. Er ist in den meisten Fällen ein Hubkolbenmotor mit einem oder mehreren Zylindern. Es wird eine innere Verbrennung genutzt (im Hohlraum über dem Kolben), die fremdgezündet wird, meist über eine Zündkerze pro Zylinder. Die Zylinder sind über eine Pleuelstange mit der Kurbelwelle verbunden, über die die mechanische Leistung abgegeben wird.

Bauarten

Ottomotoren können sich in vielen Details unterscheiden:

Kraftstoffe für Ottomotoren

Die meisten Ottomotoren werden mit Benzin betrieben. Mit relativ einfacher Umrüstung ist auch der Betrieb mit anderen Kraftstoffen wie Bioethanol, Flüssiggas, Erdgas oder Wasserstoff möglich, häufig auch im Wechsel mit Benzin. (Beim Betrieb mit einem Gas als Brennstoff spricht man auch von einem Gasmotor.) Das Benzin muss eine gewisse Klopffestigkeit aufweisen, ausgedrückt durch die Oktanzahl – besonders für Motoren mit höherem Verdichtungsverhältnis, die tendenziell etwas effizienter sind. Die Oktanzahl kann durch diverse Additive (Beimischungen) erhöht werden, z. B. durch das krebserregende Benzen.

Abgase

Die Abgase von Ottomotoren enthalten eine Fülle giftiger Schadstoffe:

Die Schadstoffkonzentrationen hängen sehr stark von den Betriebsbedingungen ab, etwa von der Konzentration des Kraftstoffs im verwendeten Gemisch, der Menge des Gemischs, der Drehzahl und der Betriebstemperatur.

Mit Hilfe eines geregelten Drei-Wege-Katalysators können die drei wichtigen Gruppen von Schadstoffen recht effizient reduziert werden: Stickoxide, unverbrannte Kohlenwasserstoffe und Kohlenmonoxid. Dies funktioniert jedoch nur dann, wenn die Konzentration des Kraftstoffs im Gemisch genau richtig eingestellt wird (d. h. relativ hoch). Beim geregelten Katalysator geschieht dies automatisch geregelt über die Messung des restlichen Sauerstoffgehalts im Abgas mit einer Lambda-Sonde. Auch der geregelte Katalysator ist erst wirksam ab Erreichen einer ausreichend hohen Betriebstemperatur, bei Autos also erst nach einer gewissen Fahrstrecke.

Unwirksam ist auch ein Katalysator gegen das emittierte Kohlendioxid (CO2), welches (bei mäßigen Konzentrationen) ungiftig, aber klimaschädlich ist.

Der Artikel über Dieselmotoren vergleicht Otto- mit Dieselmotoren.

Siehe auch: Verbrennungsmotor, Motor, Magermotor, Abgaskatalysator, Dieselmotor

Kategorie: Kraftmaschinen und Kraftwerke

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