Dieselkraftstoff | <<< | >>> | Feedback |
Der aktuelle Film "Bulb Fiction" über Energiesparlampen betreibt Panikmache – ein Artikel über Quecksilber in Lampen und eine Kritik des Films klären die Fakten.
Dieser Artikel lädt ein, Ansichten über die chinesischen CO2-Emissionen sowie über unsere Beiträge zum Klimaschutz zu überdenken.
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Definition: ein flüssiger Kraftstoff für den Einsatz in Dieselmotoren
Dieselkraftstoff (auch Dieselöl oder Diesel) ist ein in Dieselmotoren genutzter flüssiger Kraftstoff. Er besteht im Wesentlichen aus Kohlenwasserstoffen und hat einen Heizwert von ca. 45 MJ/kg. Seine Zusammensetzung ähnelt der von Heizöl und kann je nach Einsatzzweck variieren. Im Vergleich zu Benzin ist Dieselkraftstoff deutlich weniger flüchtig und entzündlich. Bei der Verbrennung von Diesel entstehen hauptsächlich Kohlendioxid (CO2) und Wasserdampf, aber auch diverse giftige Luftschadstoffe.
Der Heizwert von Dieselkraftstoff liegt bei ca. 42,5 MJ/kg, der Brennwert bei 45,4 MJ/kg. Diese Werte hängen aber etwas von der Sorte (siehe unten) ab. Die massenbezogenen Werte sind etwas niedriger als die von Benzin; wegen der deutlich höheren Dichte ist trotzdem der Heiz- oder Brennwert pro Liter höher.
Die Vielfalt der Sorten ist bei Dieselkraftstoff geringer als bei Benzin. An Tankstellen ist meist nur eine einzige Sorte verfügbar, aber es werden mancherorts auch gewisse Sorten von Premium-Diesel mit speziellen Zusätzen angeboten, die z. B. eine höhere Cetanzahl (höhere Zündwilligkeit) bewirken.
Für große Motoren werden teils schwerere Sorten verwendet. Insbesondere ist Schiffsdiesel (Marine-Dieselöl) eine schwere (dichte), wenig zündwillige aber preiswerte Variante, die häufig einen hohen Schwefelgehalt aufweist. Solche besonders umweltschädlichen Dieselkraftstoffe sind häufig für die Verwendung im küstennahen Bereich und vor allem in Häfen verboten. Internationale Bestrebungen sind im Gange, um den Schwefelgehalt von Schiffsdiesel allgemein stark zu reduzieren. In den vergangenen Jahren wurde der Schwefelgehalt von Schiffsdiesel teils gar erhöht, da schwefelärmeres Öl bevorzugt für Kraftfahrzeuge zum Einsatz kommt.
Dieselkraftstoff wird in der Regel in Erdöl-Raffinerien gewonnen. Die Herstellung ist deutlich weniger aufwändig als die von Benzin, auch bezüglich des Energieaufwands (d. h. der grauen Energie): Die entstehenden klimaschädlichen Emissionen betragen rund 16 % der CO2-Emissionen, die später durch Verbrennung des Kraftstoffs entstehen. (Bei Verwendung nicht-konventionell gewonnenen Erdöls können die Emissionen allerdings weitaus höher sein.) Im Wesentlichen geht es bei der Herstellung um eine Destillation zur Gewinnung von Kohlenwasserstoffen in einem gewissen Bereich von Molekülgrößen; außerdem kommen gewisse Additive zum Einsatz.
Es gibt auch Biodiesel, der aus Pflanzenmaterialien wie Raps gewonnen werden kann. Obwohl seine chemische Zusammensetzung völlig anders ist als die von Dieselkraftstoff aus Erdöl, sind seine Verbrennungseigenschaften recht ähnlich. Ansonsten kann besonders hochwertiger Dieselkraftstoff auch aus Erdgas synthetisch hergestellt werden.
In Deutschland werden dem Dieselkraftstoff in der Regel einige Prozent Biodiesel beigemischt; der überwiegende Anteil stammt aus den Mitteldestillatfraktionen des Erdöls.
Dieselkraftstoff und Benzin unterscheiden sich in vieler Hinsicht. Auch ihr Einsatz in Verbrennungsmotoren hat viele Vor- und Nachteile, die den Vergleich relativ komplex machen:
In vielen Ländern wird Dieselkraftstoff weniger stark besteuert als Benzin. Entsprechende gesetzliche Regelungen wurden jedoch häufig stark geändert, da die politische Diskussion darüber von vielen verschiedenen Aspekten beeinflusst ist, die je nach aktueller Lage an Einfluss gewinnen oder verlieren können. Gerade in Deutschland gab es deswegen diverse Anpassungen der Mineralölsteuer für Dieselkraftstoff.
Siehe auch: Kraftstoff, Dieselmotor, Biodiesel, Benzin