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Definition: ein Erdöl-basierter Brennstoff für den Einsatz in Heizkesseln
Heizöl ist ein Erdöl-basierter Brennstoff, der hauptsächlich in Heizkesseln von Ölheizungen verwendet wird. Es handelt sich im Wesentlichen um ein Gemisch von Kohlenwasserstoffen wie Alkanen, Cycloalkanen und aromatischen Verbindungen.
Heizöl verbrennt hauptsächlich zu Kohlendioxid (CO2) und Wasserdampf, aber es kann aus dem enthaltenen Schwefel auch eine gewisse Menge von Schwefeldioxid (SO2) entstehen.
Sorten von Heizöl
Verschiedene Sorten von Heizöl unterscheiden sich in mehreren Aspekten:
- Unterschiedliche Dichten werden verwendet, etwa Heizöl EL (extraleicht) in kleinen Heizkesseln und schwerere Varianten bis zum Heizöl ES (extraschwer). Schweröl muss im Brenner häufig erst vorgewärmt werden, bevor es verdampft und verbrannt werden kann.
- Vor allem schweres Heizöl weist häufig einen hohen Schwefelanteil auf, was bei der Verbrennung zu entsprechenden Mengen von Schwefeldioxid (SO2) im Abgas führt. Die gesetzlich erlaubten Schwefelanteile werden aus ökologischen Gründen zunehmend gesenkt. Besonders schwefelarmes Heizöl mit z. B. weniger als 50 mg Schwefel pro kg wird zunehmend eingesetzt, besonders in Brennwertkesseln.
Vorteile von schwefelarmem Heizöl sind vor allem geringere SO2-Emissionen (die zum “sauren Regen” beitragen) sowie reduzierte Ablagerungen an den inneren Wänden des Heizkessels, die wiederum eine längere Lebensdauer und einen höheren Wirkungsgrad ermöglichen. Bei Brennwertkesseln kann zudem auf eine Neutralisationseinrichtung verzichtet werden, wenn nur schwefelarmes Heizöl eingesetzt wird.
Leider wird die Absenkung des Schwefelgehalts des Heizöls häufig so erreicht, dass nicht etwa einfach Schwefel entfernt würde, sondern stattdessen der Schwefelgehalt von Schweröl und Schiffsdieselkraftstoff entsprechend erhöht wird. (Man reserviert schwefelärmere Ölsorten für Heizöl und verwendet andere vermehrt für Schweröl und Schiffsdiesel.) Damit sinken zwar die SO2-Emissionen in den Städten, aber sie steigen dafür auf dem Meer.
Herstellung von Heizöl
Heizöl wird in Erdöl-Raffinerien gewonnen, im Wesentlichen durch fraktionierte Destillation, Entschwefelung und teils durch Zufügen von Zusätzen (Additiven).
Preise und Steuern
Heizöl unterliegt der Mineralölsteuer, allerdings in der Regel mit einem deutlich geringeren Steuersatz als bei Kraftstoffen. Deshalb besteht ein Anreiz zum Ersatz von Dieselkraftstoff durch Heizöl. Dieser Einsatz ist strafbar und kann durch gewisse Heizöl-Additive (u. a. roter Farbstoff) nachgewiesen werden. Er kann wegen der Qualitätsunterschiede auch zu Schäden z. B. an Abgasfiltersystemen und zu beeinträchtigter Motorfunktion führen, u. a. wegen möglicherweise geringerer Zündfähigkeit.
Schwefelarmes Heizöl EL wird z. B. in Deutschland etwas niedriger besteuert als Heizöl EL Standard und dürfte dieses bald vollständig ablösen.
Siehe auch: Brennstoff, Dieselkraftstoff, Heizkessel, Ölheizung