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Wärmerückgewinnung

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Acronym: WRG

Definition: die Rückgewinnung von ursprünglich nicht nutzbarer Abwärme

Der Begriff Wärmerückgewinnung bezeichnet unterschiedliche Verfahren zur Nutzung von Abwärme, die sonst verloren ginge. In der Regel erfolgt der Einsatz solcher Verfahren zwecks Erhöhung der Energieeffizienz, die wiederum ökonomische und ökologische Vorteile bringen kann. Teilweise geht es aber auch um die Vermeidung schädlicher ökologischer Wirkungen von Abwärme.

Beispiele

Wärmerückgewinnung wird in den unterschiedlichsten Situationen praktiziert:

Wärmerückgewinnungsgrad

Den Wärmerückgewinnungsgrad würde man sich im Prinzip einfach vorstellen als den Anteil der Wärme, der wieder einer Nutzung zugeführt werden kann. Jedoch ist die Sachlage um einiges komplizierter, als es zunächst aussieht, und zwar aus den folgenden Gründen:

Lüftungsgerät

Abbildung 1: Prinzipieller Aufbau eines Lüftungsgeräts. Es enthält z. B. einen Gegenstrom-Plattenwärmetauscher und je einen Zuluft- und Abluftventilator. Die Abwärme vom Zuluftventilator wärmt offensichtlich die Zuluft weiter auf. Auch die Abwärme des Abluftventilators gerät über den Wärmetauscher weitgehend in die Zuluft.

Folgende Begriffe werden in diesem Zusammenhang bei Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung häufig verwendet:

Da die Bedeutung der Luftfeuchte natürlich von den Umständen abhängt, müssen diese für Spezifikationen natürlich definiert sein. Zu beachten ist auch, dass bei starkem Frost häufig die Außenluft vorgewärmt werden muss, um ein Einfrieren des Wärmetauschers zu verhindern. Offensichtlich kann dieser Aspekt die Energieeffizienz des Systems deutlich beeinflussen, wird aber in der Regel bei den Angaben von Wärmerückgewinnungsgraden nicht berücksichtigt.

Leider herrscht in der Literatur und auch bei Herstellerangaben eine beträchtliche Verwirrung um diese Begriffe. Beispielsweise werden häufig Rückwärmzahlen verwendet, ohne anzugeben, ob sie sich auf Fortluft oder Außenluft beziehen. Der Begriff Wirkungsgrad wird in diesem Zusammenhang oft besonders unscharf verwendet. Andernorts wird der Wärmerückgewinnungsgrad fälschlich mit der Rückwärmezahl gleichgesetzt. Ein weiteres Problem ist, dass häufig die Messbedingungen (z. B. Luftfeuchtigkeit innen und außen) nicht angegeben sind, was Vergleiche verschiedener Geräte erschwert.

Siehe auch: Wärme, Abwärme, Energieeffizienz, Wärmepumpe

Kategorien: Wärme, Energieeffizienz

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