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Brauchwasserwärmepumpe

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Definition: eine Wärmepumpe zur Warmwasserbereitung

Englisch: hot water heat pump

Kategorien: Haustechnik, Wärme und Kälte

Autor: Dr. Rüdiger Paschotta

Wie man zitiert; zusätzliche Literatur vorschlagen

Ursprüngliche Erstellung: 28.05.2010; letzte Änderung: 12.04.2015

Eine Brauchwasserwärmepumpe ist eine Wärmepumpe, die speziell der Bereitung von Warmwasser dient. Sie speist einen Warmwasserspeicher und ist häufig direkt an diesem montiert.

Häufig wird auch eine Heizungs-Wärmepumpe gleichzeitig für die Warmwasserbereitung genutzt. Dies wird im Artikel über Wärmepumpenheizung beschrieben, während es hier nur um reine Brauchwasserwärmepumpen geht.

Wärmequellen für Brauchwasserwärmepumpen

Jede Wärmepumpe entzieht einem kühleren Wärmereservoir Wärme, die sie dann auf einem höheren Temperaturniveau als Nutzwärme abgibt. Für Brauchwasserwärmepumpen kommen verschiedene Wärmequellen in Betracht. Die gängigsten Lösungen werden im Folgenden beschrieben:

Der Luft im Keller Wärme zu entziehen, kann eine sinnvolle Lösung sein.

Eine eigene Erdwärmesonde oder ein Erdregister wird für eine reine Brauchwasserwärmepumpe aus Kostengründen meist nicht realisiert.

Energetische Bewertung

Meistens führt die Warmwasserbereitung mit Wärmepumpen zu recht annehmbaren Lösungen. Die erreichbaren Leistungszahlen und Jahresarbeitszahlen sind zwar häufig nicht besonders hoch, d. h. niedriger als für Heizungswärmepumpen. Jedoch sind diverse andere Lösungen zumindest nicht besser:

Auch wenn die Leistungszahl einer Brauchwasserwärmepumpe oft geringer ist als die einer Heizungswärmepumpe: Die Energieeffizienz ist meist vorteilhaft im Vergleich zu anderen Optionen.

Wenn eine Brauchwasserwärmepumpe ermöglicht, dass der Heizkessel im Sommer ganz abgeschaltet werden kann, entfallen in dieser Zeit die nicht unwesentlichen Bereitschaftsverluste des Kessels, was die Gesamtenergiebilanz sehr verbessert.

Man beachte, dass die Jahresarbeitszahl einer Brauchwasserwärmepumpe deutlich abnehmen kann, wenn die Brauchwassertemperatur unnötig hoch gewählt wird. Es ist sinnvoll, die Temperatur normalerweise auf ca. 50 bis 55 °C zu begrenzen und den Speicher zwecks Vorsorge gegen Legionellen ca. einmal wöchentlich nachts (ggf. mit einem Elektroheizstab) auf 60 bis 65 °C nachzuheizen. Die dafür nötigen Zusatzinstallationen (Elektroheizstab und Zeitschaltuhr) erhöhen die Installationskosten nicht wesentlich, und der zusätzliche Verbrauch des Heizstabs ist deutlich geringer als der Zusatzverbrauch durch eine permanent höhere Warmwassertemperatur.

Siehe auch: Wärmepumpe, Warmwasser, Warmwasserspeicher, bivalente und monovalente Anlagen
sowie andere Artikel in den Kategorien Haustechnik, Wärme und Kälte

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